Altenpflegerinnen und Altenpfleger in der Demenzbetreuung

Demenz kann einen enormen Einfluss auf die betroffene Person haben, aber auch auf die Familie und ihre Angehörigen. Es gibt viele Arten von Demenz, einschließlich Alzheimer und vaskulärer Demenz. Die Symptome unterscheiden sich je nach Typ. Doch Demenz beeinträchtigt das Gehirn und es kommt zu einem merklichen Gedächtnisverlust und Schwierigkeiten bei den Aufgaben, die die Patienten vor ihrer Diagnose ohne Probleme erledigen konnten. Es gibt verschiedene Techniken, die die Symptome lindern. Es wurde festgestellt, dass Musik einen Einfluss auf Demenz hat, da sie „Erinnerungen“ freischalten kann und Teile des Gehirns erreichen kann, die andere Kommunikationsformen nicht erreichen. Eine Altenpflegerin kann immer helfen.

Fallstudie: Demenzkrankheit von Sylvia (79) und Altenpfleger Peter

Peter, ein Altenpfleger von Betreuung.com weiß, wie wichtig es ist, Musik als Mittel zu verwenden, um Demenzpatienten zu trösten und wertvolle Erinnerungen zurückzubringen. Doch nicht nur das, er ist ein liebevoller, fürsorglicher Pfleger, der sich der dementen Sylvia angenommen hat, die immer depressiver wurde.

Die Kinder von Sylvia wandten sich an uns und erzählten uns von den Schwierigkeiten ihrer Mutter. Da Sylvia selbst begeisterte Klavierspielerin war und auch in kleineren Sälen in der Vergangenheit auf der Bühne stand, arbeitet Peter auch mit Musiktherapie gegen Demenz bei ihr.

Der Altenpfleger Peter erzählt: „Es war erstaunlich, an was sich Sylvia alles erinnern konnte, wenn sie die altbekannten Lieder, die Peter ihr vorspielte, hörte. Sie wusste auf einmal wieder, wo sie gespielt hat und wer dabei war. Sie blühte immer mehr auf. Peter hörte mit ihr jeden Tag 2 Stunden Musik. Sie setzt sich sogar manchmal ans Klavier und spielt ein paar Töne mit, die sie auch noch trifft. Er bemerkt, dass sie richtig strahlt, wenn sie spielt und sich an glückliche Zeiten erinnert.

Er sagt weiter: „Mit Musik haben wir ein nützliches Werkzeug für Menschen mit Demenz. Es beruhigt, ändert die Stimmung und reduziert das Gefühl der Isolation, das oft mit der Krankheit verbunden ist.

Als Altenpfleger übernimmt Peter natürlich auch noch andere Aufgaben bei der Betreuung. Er kümmert sich um den Haushalt, macht Erledigungen zusammen mit Sylvia, was sie immer sehr genießt. Sie besuchen gemeinsam Nachbarn und gehen in den Park.

Die Kinder von Sylvia sind von dem Altenpfleger begeistert. Sie berichten uns: „Seitdem Peter im Haus von unseren Müttern ist und viel mit ihr unternimmt, ist sie wie ausgewechselt. Die Anzeichen von Depressionen sind nicht mehr vorhanden und manchmal erkennt sie uns direkt. Es ist wie ein Wunder, wie Peter durch die Musik, die er ihr jeden Tag vorspielt, ihre Erinnerungen wieder hervorholen kann. Er plaudert viel mit ihr und umsorgt sie liebevoll. Wir hoffen, dass er noch lange bei unserer Mutter bleibt.

Fallstudie Demenz: Altenpflegerin Marianne beim Demenzpatienten Josef

Auch Altenpflegerin Marianne weiß, dass die Musik eine gute Unterstützung sein kann und nützt ihr Wissen, das sie sich angeeignet hat, bei der Betreuung von Josef (81), der an Demenz leidet. Marianne ist nur seit über einem Jahr bei Josef. Bevor sie zu ihm kam, hat sie neben ihrem Beruf als Altenpflegerin auch verschiedene Workshops geleitet, in denen sie die Musik bei Menschen einsetzte, die an Demenz erkrankt sind. Sie sagt: „Mit Musik kann man die Patienten auf tieferen Ebenen erreichen, die eine normale Kommunikation nicht ermöglichen.

Sie brachte ihre Erfahrungen nun in der Rolle als Betreuerin und Pflegerin mit und lebt mit Josef in seinem Zuhause. Sie stellte fest, dass sie ihm helfen konnte, sich wieder mit seiner Vergangenheit zu verbinden. Er erzählte ihr Geschichten aus früheren Zeiten, während er die populäre Musik hörte, die damals präsent war.

Altenpflegerin Marianne sagt: „Ich habe mich gut bei Josef eingelebt. Wir unternehmen viel zusammen und sein Zustand hat sich wesentlich gebessert. Wir gehen zusammen mit seinem kleinen Rauhaardackel drei Mal am Tag spazieren, wir kochen zusammen und Josef freut sich seines Lebens. Doch richtig aufblühen tut er, wenn er seine Musik aus der Vergangenheit hört. Seine Erinnerungen werden wach und er strahlt über das ganze Gesicht, wenn er aus seinen wilden Zeiten erzählt.

Seine Schwester Klara, die ihn jedes Wochenende besuchen kommt und auch eine Nacht bei ihm bleibt, erzählte von betreuung.com  „Ich freue mich so sehr, dass mein Bruder wieder aktiv und freudig am Leben teilnehmen kann. Die Altenpflegerin Marianne kümmert sich in allen Bereichen um ihn, in denen er Defizite aufwies. Er ist wie ausgewechselt. Sie ist für mich wie ein Engel, der geschickt wurde, um ihm seine letzten Jahre noch so schön wie möglich zu machen.

Fallstudie Pflegefall – Altenpflegerin Susi und Brigitte 72 mit Gelenkrheuma

Nach Hilfe für Ihre Mutter suchend wandte sich die Tochter von Brigitte (72) an Betreuung.com. Brigitte konnte wegen ihres Gelenkrheuma nur noch ganz wenig alleine im Haushalt erledigen und hatte starke Schwierigkeiten beim Gehen und beim Aufstehen. Alltägliche Aufgaben wie Wäsche waschen und Geschirr spülen konnte sie wegen der Schmerzen in den Händen nicht mehr erledigen. Durch die beiden künstlichen Knie- und Hüftgelenke brauchte Sie zudem Hilfe beim Aufstehen und beim Laufen.

Sie fühlte sich durch die Bewegungseinschränkungen sehr frustriert und trotzdem wollte sie nach wie vor so unabhängig wie möglich leben. Obwohl Sie wusste, dass eine Altenpflegerin helfen würde, hatte Sie Angst davor, dass jemand Fremder zu ihr nach Hause zog. Doch die gesundheitlichen Probleme Ihrer Tochter, die sich normalerweise um sie kümmerte, wurden immer schlimmer, sodass Sie die Pflege Ihrer Mutter nicht mehr weiter übernehmen konnte.

Sie war trotzdem sehr skeptisch, da sie eher ein zurückhaltender Mensch ist und mit jemandem, den sie nicht kennt, zusammenzuleben, machte ihr erst etwas Angst.

Doch Altenpflegerin Susi brach das anfängliche Eis sehr schnell. Brigitte fasste schnell Vertrauen, denn Susi ist eine sehr einfühlsame und aufmerksame Altenpflegerin. Sie wusste, wie man mit Ängsten umgeht und tat alles, um das Leben so angenehm wie möglich für Brigitte zu gestalten.

Brigitte sagt nun nach einem dreiviertel Jahr: „Wenn ich nicht so ängstlich gewesen wäre, hätte ich mich schon viel früher dazu entschieden, dass eine Altenpflegerin bei mir wohnt und mir zur Seite steht. Brigitte ist eine Perle, sie liest mir jeden Wunsch von den Augen ab. Ich bin so glücklich, dass sie bei mir ist und dass sie noch lange bei mir bleibt.

Fallstudie: Demenzerkrankung von Hubert und Altenpfleger Michael

Altenpfleger Michael entschied sich aufgrund seiner Geselligkeit und den Erfahrungen mit der Pflege seiner Großeltern dazu, in diesem Bereich weiterzuarbeiten. Er liebt es, mit älteren Menschen zusammen zu sein und dort helfen zu können, wo es am meisten gebraucht wird.

Als die Familie von Hubert für ihn eine Pflege zuhause bei uns suchte, entschieden Sie sich für Michael, da er einige Erfahrungen mit an Demenz erkrankten Patienten aufweisen konnte. Hubert vergaß immer mehr, war oftmals verwirrt und auch ärgerlich. Ihn allein zu lassen war kaum noch möglich, da er immer wieder Dinge kaputt machte.

Doch mit Michael kam eine Wende. Durch das Verständnis und die Erfahrung, die er aus seinem Leben als Altenpfleger mitbrachte, beruhigte er Hubert immer mehr. Er verbrachte viel Zeit mit ihm, herauszufinden, was Hubert denn wirklich vermisste oder brauchte. Er fand heraus, dass Hubert früher immer mindestens 3 Stunden in einem nahe gelegenen Park spazieren ging. Michael nahm ihn bei der Hand und brachte ihn dorthin. Hubert blühte auf, Erinnerungen an seinen Hund kamen zurück und er erkannte sogar einen früheren Nachbarn, der immer noch mit seinem Hund dort langging.

Es waren zwar keine 3 Stunden mehr, aber zwischen 30 und 45 Minuten. Hubert war danach wie ausgewechselt, er entspannte sich, wirkte zufrieden und ruhig. Nach und nach verbesserten sich auch die Verwirrtheit und Aggressionen.

Durch seine Liebe zu älteren Menschen und seine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Patienten schaffte es Altenpfleger Michael, Hubert aus seiner Depression herauszuholen und ihm wieder ein glücklicheres Leben zu bereiten.

Es ist wichtig für Hubert, dass er in seinem gewohnten Umfeld bleiben kann, er wollte auf gar keinen Fall in ein Pflegeheim.

Michael sagt: „Das war bei meinen Großeltern auch so und das muss man verstehen und respektieren. Was gibt es Schöneres als einem älteren Menschen mit gesundheitlichen Problemen zu helfen und ihm zur Seite zu stehen? Wenn ich sehe, dass Huberts Augen wieder leuchten und er sich wieder freuen kann, dann bin auch ich glücklich. Es ist einfach wichtig, sich in die Lage zu versetzen, in der ein Patient mit einer Demenzerkrankung ist. Es gibt einfach Dinge, die Ihnen helfen können, das Leben zu genießen. Bei Hubert war es nicht nur der Parkspaziergang. Doch es hellte ihn auf, sodass er auch wieder Lust dazu bekam, eine Zeitschrift zu lesen oder mit mir gemeinsam Puzzles zu lösen oder fernzusehen. Als Altenpfleger weiß ich, dass ich mich an den Lebensstil meines Patienten anpassen muss, aber ich bin da, um diese Unterstützung zu geben. Das ist für mich meine Lebensaufgabe und ich liebe es zu helfen.”

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