Betreuung Nachrichten

Eine Pflegeberatung ist von großer Bedeutung, wenn Sie selbst pflegebedürftig sind oder sich um einen Angehörigen kümmern. Diese Beratung hilft Ihnen, die Vielzahl der verfügbaren Unterstützungsmöglichkeiten und Pflegeleistungen zu verstehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Was ist eine Pflegeberatung?

Im Rahmen einer Pflegeberatung erhalten Sie, sei es als pflegebedürftige Person oder als pflegender Angehöriger, umfassende Informationen über verfügbare Unterstützungsmöglichkeiten, die Ihnen zustehen. Dies umfasst Leistungen zur Entlastung, Hilfeangebote und verschiedene Pflegeleistungen. Ein qualifizierter Pflegeberater wird Ihre individuelle Situation bewerten und Ihnen geeignete Leistungen vorstellen. Darüber hinaus wird er für Sie einen maßgeschneiderten Versorgungsplan erstellen.

Gesetzliche Grundlage für die Pflegeberatung gemäß Paragraf 7a

Seit der Einführung des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes im Jahr 2009 ist der Anspruch auf kostenfreie professionelle Information, Beratung und Schulung gemäß dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) verankert. Dies bedeutet, dass alle Personen mit Pflegebedarf, die Leistungen nach SGB XI beziehen, und ihre pflegenden Angehörigen folgende Rechte haben:

Anlaufstellen für Pflegeberatung

Nahezu jedes Bundesland verfügt über sogenannte Pflegestützpunkte, während in Sachsen-Anhalt die Beratungsstellen der vernetzten Pflegeberatung zur Verfügung stehen. Diese Stellen bieten qualifizierte Pflegeberater, die sich Ihrer individuellen Pflegesituation annehmen. Abgesehen von den Pflegestützpunkten haben Sie die Möglichkeit, sich für eine Pflegeberatung an ambulante Pflegedienste, kommunale Einrichtungen oder Wohlfahrtsorganisationen wie die Caritas zu wenden

Wer hat Anspruch auf eine Pflegeberatung?

Berechtigt für eine persönliche Pflegeberatung gemäß Paragraf 7a des Sozialgesetzbuchs Elf (SGB XI) sind Personen mit einem anerkannten Pflegegrad. Darüber hinaus gilt dieser Anspruch auch für Personen, die bereits einen Antrag auf Pflegegrad bei ihrer Pflegekasse gestellt haben und bei denen ein offensichtlicher Bedarf an Hilfe und Beratung besteht.

Die Pflegekasse wird spätestens zwei Wochen nach dem Antrag auf Pflegegrad oder bei Bedarf an einer Bewertung der Pflegebedürftigkeit Folgendes vorschlagen:

einen festen Termin für ein Pflegeberatungsgespräch, oder sie stellt einen Beratungsgutschein aus, der ebenfalls innerhalb von zwei Wochen bei einem geeigneten Vertragspartner der Krankenkasse eingelöst werden kann.

Selbst wenn absehbar ist, dass bei Ihnen oder einem Ihrer Angehörigen in naher Zukunft Pflegebedarf besteht, können Sie eine Pflegeberatung in Anspruch nehmen. Wenn pflegende Angehörige ein Beratungsgespräch wünschen, benötigen sie jedoch die Zustimmung des Pflegebedürftigen.

Ablauf und Inhalt der Pflegeberatung gemäß Paragraf 7a SGB XI

Während einer Pflegeberatung folgt der Pflegeberater stets einem festgelegten Schema, das vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) vorgegeben wird. Dies gewährleistet, dass Sie alle für Ihre individuelle Pflegesituation relevanten Informationen in verständlicher Form erhalten.

Der Beratungsprozess nach Paragraf 7a gliedert sich in folgende Phasen:

  • Feststellung des Bedarfs an Hilfe und Unterstützung Der Pflegeberater ermittelt zu Beginn Ihren Bedarf an Hilfe und Unterstützung, um sicherzustellen, dass die spezifischen Inhalte der Pflegeberatung und die Versorgungsmaßnahmen Ihren individuellen Anforderungen gerecht werden.
  • Beratung über verfügbare Leistungen In dieser Phase informiert der Pflegeberater Sie über die verfügbaren Leistungen und Möglichkeiten, die für Ihre Situation relevant sind.
  • Erstellung eines maßgeschneiderten Versorgungsplans Gemeinsam mit Ihnen entwickelt der Pflegeberater einen individuellen Versorgungsplan, der auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen zugeschnitten ist.
  • Unterstützung bei der Umsetzung notwendiger Maßnahmen Der Pflegeberater hilft Ihnen bei der praktischen Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen und steht Ihnen beratend zur Seite.
  • Überwachung der Maßnahmen und gegebenenfalls Anpassung des Versorgungsplans Es erfolgt eine regelmäßige Überwachung der umgesetzten Maßnahmen, und der Versorgungsplan wird angepasst, wenn sich Ihre Situation verändert.
  • Information über Entlastungsleistungen für Pflegepersonen Der Pflegeberater informiert Sie über verfügbare Entlastungsleistungen, die pflegende Angehörige unterstützen können.
  • Abschluss der Pflegeberatung und Dokumentation Die Pflegeberatung wird abgeschlossen, und ein Beratungsprotokoll wird erstellt, um die besprochenen Inhalte festzuhalten.

Feststellung Ihres Bedarfs an Hilfe und Unterstützung durch die Pflegeberatung

In der Anfangsphase ermittelt der Pflegeberater Ihren individuellen Bedarf an Hilfe und Unterstützung, um sicherzustellen, dass die Pflegeberatung auf Ihre speziellen Anforderungen zugeschnitten ist.

Der Pflegeberater berücksichtigt auch spezielle Bedürfnisse, beispielsweise von Personen mit Demenz oder bei gesundheitsbedingten Einschränkungen wie nach einem Schlaganfall.

Dazu analysiert der Pflegeberater zunächst die Ursachen (Krankheiten oder Verletzungen), die einen Pflegebedarf begründen. Er beobachtet und stellt gezielte Fragen, beispielsweise zur Mobilität und zur barrierefreien Gestaltung des Wohnraums. Im Gespräch erkundigt sich der Pflegeberater auch nach möglichen pflegenden Angehörigen und prüft, ob ausreichende Ressourcen vorhanden sind oder ob ein ambulanter Pflegedienst erforderlich ist.

Pflegeberatung bezüglich verfügbarer Leistungen

Nachdem der Pflegeberater Ihren Bedarf an Hilfe und Unterstützung ermittelt hat, wird er Sie über verschiedene Ihnen zustehende Leistungen beraten. Hierzu zählen unter anderem:

  • Pflegerische Unterstützung, einschließlich der Auswahl und Kombination von Pflegesachleistungen, Hinweise zur Verhinderungspflege sowie die Möglichkeit der Inanspruchnahme von teilstationärer Pflege und Kurzzeitpflege.
  • Medizinische Rehabilitation, wie Programme zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Mobilität.
  • Präventive Maßnahmen und Gesundheitsförderung, darunter Gesundheitskurse zur Stressbewältigung oder Pflegekurse gemäß Paragraf 45a SGB XI.
  • Anpassungen am Wohnumfeld, wie beispielsweise der barrierefreie Umbau von Wohnräumen.
  • (Pflege-)Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Pflegehilfsmittel zur einmaligen Verwendung.


Erstellung eines maßgeschneiderten Versorgungsplans durch die Pflegeberatung

Der Pflegeberater verfasst eine schriftliche Zusammenfassung Ihrer individuellen Pflegesituation und erstellt ein Dokument, das den Umfang der verfügbaren Unterstützungsmöglichkeiten von Diensten, Einrichtungen und anderen Ressourcen auflistet.

In dem Versorgungsplan finden sich folgende Informationen:

  • Allgemeine Angaben, wie die Stammdaten der pflegebedürftigen Person.
  • Individueller Bedarf an Hilfe und Unterstützung.
  • Festgelegte Pflegeziele.
  • Dokumentation und Empfehlungen zur Umsetzung der gemeinsam vereinbarten notwendigen
  • Maßnahmen
  • Vereinbarungen zur gemeinsamen Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen,
  • einschließlich der Festlegung eines Folgetermins.

Der Versorgungsplan verfolgt mehrere Ziele. Einerseits werden darin die notwendigen Leistungen erfasst, um eine angemessene Versorgung der pflegebedürftigen Person zu gewährleisten. Andererseits zielen die Maßnahmen im Versorgungsplan darauf ab, den Gesundheitszustand der betreuten Person zu verbessern und das Risiko weiterer gesundheitlicher Probleme zu minimieren

Unterstützung bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen

Nach der gemeinsamen Ausarbeitung des Versorgungsplans arbeitet der Pflegeberater aktiv an der Umsetzung der darin festgelegten Maßnahmen mit. Konkret bedeutet dies, dass er Ihnen bei der Kontaktaufnahme mit den Leistungserbringern behilflich ist. Dies kann entweder die Vermittlung des Kontakts oder die Organisation einer Begleitung zu den entsprechenden Maßnahmen einschließen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kommunale Beratungsstellen
  • Sozialpsychiatrische Dienste
  • Arztpraxen, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen
  • Selbsthilfegruppen
  • Mobile Essensdienste wie „Essen auf Rädern“

Zusätzlich dazu leitet der Pflegeberater Ihre Leistungsanträge unverzüglich an die entsprechende Pflege- oder Krankenkasse weiter.

Informationen über Unterstützungsleistungen durch die Pflegeberatung

Im Rahmen des Pflegeberatungsgesprächs wird der Pflegeberater Sie auch über Leistungen informieren, die darauf abzielen, Pflegepersonen im Alltag zu entlasten. Dies beinhaltet insbesondere Informationen zu:

  • Schulungen für die Pflege
  • Möglichkeiten zur Freistellung gemäß dem Pflegezeitgesetz und dem Familienpflegezeitgesetz
  • Pflegeunterstützungsgeld
  • Entlastungsbetrag
  • Pflegesachleistungen und Kombinationsleistungen
  • Angebote zur Verhinderungspflege
  • Tages- und Nachtpflege
  • Kurzzeitpflegeangebote
  • Hilfsmittel und technische Unterstützungshilfen

Merkmale einer qualitativ hochwertigen Pflegeberatung

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat 10 bedeutende Merkmale identifiziert, die eine gute Pflegeberatung ausmachen. Diese Merkmale beinhalten:

  • Qualifikation: Die Beratung erfolgt durch zertifizierte Pflegeberater.
  • Flexibilität: Sie erhalten schnell Termine, entweder persönlich vor Ort oder telefonisch, je nach Bedarf.
  • Verbindlichkeit: Ihnen wird eine feste Ansprechperson zur Verfügung gestellt, und Sie haben die Möglichkeit, diese zu wechseln, wenn Sie unzufrieden sind.
  • Respekt: Die Berater agieren freundlich und vertraulich.
  • Ressourcenorientierung: Die Berater unterstützen Sie dabei, Ihre Selbsthilfekompetenzen zu stärken.
  • Individualität: Ihre persönliche Situation und Werte werden bei der Beratung berücksichtigt.
  • Umfassende Informationen: Sie erhalten klare und umfassende Informationen über Ihre Rechte und Ansprüche.
  • Lösungsorientierung: Die Berater bieten Ihnen Vorschläge zur Unterstützung und Gestaltung.
  • Begleitung: Aktive Unterstützung wird angeboten.
  • Transparenz: Auf Wunsch haben Sie Zugang zur Dokumentation der Beratung.

Pflegeberatung gemäß Paragraf 7a

In der Pflegeberatung gemäß Paragraf 7a SGB XI wird Ihnen ein dauerhafter Pflegeberater zugewiesen, der während des gesamten Beratungsablaufs als Ihre Hauptansprechperson dient. Diese Pflegeberater nach Paragraf 7a verfügen über eine gründliche Zusatzausbildung und sind in der Lage, die individuelle Situation im Detail zu analysieren und einen auf Sie zugeschnittenen Versorgungsplan zu erstellen.

Kosten der Pflegeberatung

Die Pflegekassen übernehmen die Kosten für eine Pflegeberatung nach Paragraf 7a SGB XI. Sie müssen keine finanzielle Vorleistung erbringen, da die Pflegeberater üblicherweise direkt mit der Pflegekasse abrechnen.

WICHTIGE ANMERKUNG: Bitte beachten Sie: Nicht jede Beratung ist kostenfrei! Es ist ratsam, bei der Auswahl Ihrer Pflegeberatung sicherzustellen, dass die beratende Stelle einen Vertrag mit der Pflege– oder Krankenkasse abgeschlossen hat. Wenn Sie sich für private Pflegeberater oder Online-Beratungsstellen entscheiden, empfiehlt es sich, im Vorfeld nach den Kosten zu erkundigen.

Überblick über verschiedene Beratungsformen und -gespräche der Pflegeberatung

Neben der Pflegeberatung nach Paragraf 7a SGB XI stehen Pflegebedürftigen und ihren pflegenden Angehörigen weitere Formen von Beratungsgesprächen zur Verfügung. Hier sind einige der wichtigsten:

  • Pflegeberatung nach Paragraf 7a (SGB XI)
  • Pflegekurs nach Paragraf 45 (SGB XI)
  • Beratungseinsatz nach Paragraf 37.3 (SGB XI)

Pflegeberatung nach Paragraf 7a

Die Pflegeberatung nach Paragraf 7a SGB XI ist darauf ausgerichtet, die Pflege zu organisieren, sowohl bei bereits eingetretenem Pflegebedarf als auch bei absehbarer Pflegebedürftigkeit. In diesem Beratungsgespräch erhalten Sie Informationen über Ihre Leistungsansprüche im Pflegefall. Zudem zielen die im individuellen Versorgungsplan festgelegten Maßnahmen darauf ab, den Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person zu verbessern.

  • Zielgruppe: Die Pflegeberatung steht Personen mit Pflegegrad und ihren pflegenden Angehörigen zur Verfügung.
  • Kostenübernahme: Die Kosten werden von der Kranken- oder Pflegekasse übernommen.
  • Beratungsdienstleister: Die Beratung wird von Pflegestützpunkten, ambulanten Pflegediensten, kommunalen Stellen, Einrichtungen der Wohlfahrtspflege und privaten Dienstleistern angeboten.
  • Beratungsrahmen: Die Beratung erfolgt individuell, angepasst an die Bedürfnisse der Betroffenen.
  • Zeitpunkt und Dauer: Die Beratung kann zu Beginn des Pflegebedarfs in Anspruch genommen werden und dauert so lange, wie für eine bedarfsgerechte Versorgung erforderlich ist.

Die Pflegeberatung erfolgt in den meisten Fällen über die Pflegekasse, die in Verbindung mit Ihrer Krankenkasse steht. Der GKV-Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen hat klargestellt, dass die Pflegeberatung gemäß Paragraf 7a stets unabhängig erfolgen muss. Dies bedeutet, dass, auch wenn die Pflegekasse die Beratung anbietet, immer die Interessen der Ratsuchenden im Mittelpunkt stehen müssen.

Einsatz der Pflegeberatung gemäß Paragraf 37.3 (SGB XI)

Der Beratungseinsatz nach Paragraf 37.3 des Sozialgesetzbuchs XI (SGB XI) dient dazu, das Wohlergehen von pflegebedürftigen Personen sicherzustellen, die zu Hause von ihren Angehörigen betreut werden. Diese Beratung ist verpflichtend, wenn Pflegegeld bezogen wird (ab Pflegegrad 2):

  • Bei Pflegegrad 2 und 3 erfolgt die Beratung halbjährlich.
  • Bei Pflegegrad 4 und 5 erfolgt sie vierteljährlich.

Zielgruppe: Pflegebedürftige und pflegende Angehörige

Kostenübernahme: Die Kosten werden von der Pflegekasse getragen.

Durchführung: Qualifizierte Mitarbeiter zugelassener Pflegedienste, Pflegeberater mit Anerkennung als Beratungsstelle und von der Pflegekasse beauftragte Pflegefachkräfte führen die Beratung durch.

Art der Beratung: Die Beratung erfolgt individuell.

Beratungsfrequenz und Dauer:

  • Pflegegrad 1: Freiwillig
  • Pflegegrad 2 und 3: Alle sechs Monate
  • Pflegegrad 4 und 5: Alle drei Monate

Pflegekurs gemäß Paragraf 45

Ein Pflegekurs gemäß Paragraf 45 des Sozialgesetzbuchs XI (SGB XI) vermittelt Ihnen Pflegewissen und grundlegende Kenntnisse, die im Alltag der Pflege hilfreich sind. Dazu gehören wichtige Handgriffe und Informationen zur Ernährung. Zusätzlich erlernen Sie Techniken, um körperliche und seelische Belastungen in der Pflege zu minimieren.

  • Zielgruppe: Angehörige, ehrenamtlich Engagierte, Interessierte
  • Kostenübernahme: Die Kosten werden von der Pflegekasse übernommen.
  • Durchführung: Pflegekassen, private Pflegeversicherungen, ambulante Pflegedienste und Einrichtungen der Wohlfahrtspflege bieten diese Kurse an.
  • Art der Schulung: Die Schulungen erfolgen in der Regel in Gruppen, können jedoch auch individuell durchgeführt werden.
  • Dauer und Format: Die Kurse werden oft im Rahmen von Vorträgen abgehalten.

Häufig gestellte Fragen zur Pflegeberatung

Frage: Was ist eine Pflegeberatung?

Eine Pflegeberatung informiert Ratsuchende über Pflegemöglichkeiten. Der Begriff „Pflegeberatung“ ist nicht rechtlich geschützt und umfasst allgemeine und individuelle Beratungen.

Frage: Was ist eine Pflegeberatung nach Paragraf 7a?

Die Pflegeberatung nach Paragraf 7a SGB XI zielt darauf ab, Menschen in Pflegefragen zu unterstützen. Dieser Anspruch gilt für alle Versicherten und wird in der Regel von speziell geschulten Fachkräften, den Pflegeberatern, durchgeführt. Sie bietet umfassende Beratung zu verschiedenen Pflegeaspekten, einschließlich der Organisation und Finanzierung von Pflegedienstleistungen, der Wahl geeigneter Pflegeeinrichtungen, der Pflegeversicherung und rechtlicher Aspekte.

Frage: Kann ich meinen Pflegeberater wählen?

Pflegeberater nach Paragraf 7a SGB XI sollten zertifiziert sein und einen Vertrag mit der Kranken- oder Pflegekasse haben. Ihre Kranken- oder Pflegekasse informiert Sie über verfügbare Pflegeberatungsstellen.

Frage: Wann ist eine Pflegeberatung sinnvoll?

Eine individuelle Pflegeberatung nach Paragraf 7a SGB XI ist besonders empfehlenswert, wenn Menschen plötzlich pflegebedürftig werden. Spätestens zwei Wochen nach Antragstellung für Pflegeleistungen bietet die zuständige Pflegekasse eine passende Beratung an.

Frage: Was kostet eine Pflegeberatung?

Die Pflegeberatung nach Paragraf 7a SGB XI, Pflegekurse nach Paragraf 45 SGB XI und Beratungsbesuche nach Paragraf 37.3 SGB XI sind für Sozialversicherungspflichtige in der Regel kostenfrei, da sie von der Pflegekasse finanziert werden. Die Kosten werden jedoch nicht übernommen, wenn die Beratungsstelle nicht von der Kranken- oder Pflegekasse zugelassen ist.

Frage: Wie finde ich eine Pflegeberatung in meiner Nähe?

Ihre Pflegekasse informiert Sie über verfügbare Pflegeberatungsstellen in Ihrer Nähe.

Frage: Muss ich eine Pflegeberatung bei der Pflegekasse beantragen?

Wenn Sie Leistungen der Pflegeversicherung beziehen oder Pflegeleistungen beantragt haben, wird die Pflegekasse einen Termin für eine Pflegeberatung oder einen Beratungsgutschein bereitstellen. Sie müssen die Pflegeberatung normalerweise nicht selbst beantragen. Nur wenn Ihre Pflegekasse die Kostenübernahme nicht zusichert oder keinen Beratungsgutschein ausstellt, müssen Sie die Pflegeberatung selbst finanzieren und sollten vorher ein Angebot des Pflegeberaters einholen.

Kleinanzeigen

Kleinanzeigen schalten bei Betreuung.com

Das Internet hat die örtliche Suche nach Produkten und Dienstleistungen durch Kleinanzeigen revolutioniert. Heute kann man schnell und einfach dank entsprechender Anzeige viel Aufmerksamkeit erzielen. Aber die meisten Plattformen eignen sich nicht dazu, gezielt nach Fachkräften zur Betreuung von Senioren, Kindern und Tieren sowie Haushaltshilfen zu suchen.

Genau hier kommt Betreuung.com ins Spiel: Sie können im Handumdrehen eine spezifische Kleinanzeige zur Suche nach erfahrenen Betreuungskräften schalten. Das funktioniert für beide Seiten schnell, kostenlos und zuverlässig.

Was genau sind Kleinanzeigen im Internet?

Früher war das Schalten einer Kleinanzeige in der lokalen Zeitung so ziemlich die einzige Möglichkeit, um vor Ort Interessenten zu finden. Heute geschieht das jedoch meistens im Internet, weil es schneller und praktischer ist.

Das Prinzip von Kleinanzeigen hat sich dabei nicht verändert:

  • Suchende schalten eine Angebots- oder Suchanzeige
  • Meistens gibt es die Möglichkeit zur räumlichen Eingrenzung
  • Kontaktdaten werden oft direkt in der Kleinanzeige hinterlegt
  • Interessenten melden sich anschließend beim Ersteller der Anzeige
  • Es kommt zu einem Kontakt und letztlich zur Transaktion

Online-Portale decken mittlerweile alle Kategorien ab, von Produkten hin zu Dienstleistungen. Als Spezialanbieter konzentriert sich Betreuung.com jedoch auf fachgerechte Senioren-, Kinder- und Haustierbetreuung sowie Haushaltshilfen aller Art.

Vorteile beim Schalten von Kleinanzeigen auf Betreuung.com

Während andere Seiten versuchen, alle Branchen abzudecken, konzentrieren wir uns auf kompetente Dienstleistungen im Betreuungs- und Pflegesektor. Das hat für unsere Nutzer zahlreiche Vorteile, auf die wir im Folgenden noch einmal genauer eingehen.

  • Einfache Anmeldung: Innerhalb weniger Minuten können Sie bereits erste Kleinanzeigen schalten. Ein Formular führt Sie durch alle notwendigen Angaben zur Anmeldung, was eine automatische Kategorisierung Ihrer Anzeige erlaubt.
  • Gezielter Interessenkreis: Durch die hohe Spezialisierung ist es weitaus wahrscheinlicher, dass Suchende und Anbieter sich finden. Alle Nutzer von Betreuung.com suchen oder bieten Betreuungsleistungen an.
  • Ohne Zusatzkosten: Sowohl die Anmeldung als auch das Schalten von Kleinanzeigen sind vollkommen kostenlos. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, kostengünstig eine erfahrene Betreuungskraft zu finden.
  • Hohe Anonymität: Ihre Kontaktdaten bleiben anonym und eine Kontaktaufnahme erfolgt über unser praktisches Benachrichtigungssystem. Das beugt einem Datenmissbrauch vor – Sie entscheiden, mit dem Sie Ihre Kontaktdaten teilen.
  • Erstklassige Beratung: Sollten Sie Fragen oder Probleme haben, stehen wir Ihnen jederzeit beratend zur Seite. Nehmen Sie einfach Kontakt auf und wir antworten Ihnen innerhalb kürzester Zeit.

Als erfahrene Plattform für Suchanzeigen von Betreuern kennen wir uns mit den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Nutzer bestens aus. Natürlich können Sie bei uns als Betreuer auch nach neuen Kunden suchen, die dann von allein zu Ihnen kommen.

Welche Kleinanzeigen kann man bei Betreuung.com schalten?

Es gibt eine Handvoll praktischer Kategorien, die alle Bereiche zur professionellen Betreuung abdecken. Wählen Sie einfach den passenden Bereich aus, um mit Ihrer Kleinanzeige den richtigen Personenkreis zu erreichen.

Seniorenbetreuung

Kleinanzeigen zur Seniorenbetreuung erlauben es Ihnen, innerhalb kürzester Zeit eine erfahrene Fachkraft zu finden. Für gewöhnlich erfolgt dabei eine stundenweise Betreuung im Rahmen von vorab vereinbarten Zeiträumen. Die Betreuungskraft wohnt in diesem Fall nicht mit dem Senior zusammen, sondern reist jeden Tag an.

Seniorenbetreuer übernehmen eine ganze Reihe von anspruchsvollen Aufgaben, ob Körper- und Fachpflege, Haushaltstätigkeiten, Transport oder um einer Person Gesellschaft zu leisten. Unser Formular erlaubt es bereits vorab, den genauen Aufgabenumfang zu definieren, um Missverständnisse von Anfang an vermeiden zu können.

24-Stunden-Betreuung

Anders als die stundenweise Seniorenbetreuung (siehe oben), geht es in diesem Fall um eine rund um die Uhr Versorgung von pflegebedürftigen Senioren. Das erfordert natürlich, dass ein Betreuer jederzeit vor Ort ist. Normalerweise wird dafür ein separates Zimmer zur Verfügung gestellt – alle Details dazu sollten in den Kleinanzeigen enthalten sein.

Da die Anforderungen für eine 24-Stunden-Betreuung in der Regel etwas höher sind, stellt unser Formular gleich weitere wichtige Zusatzfragen. Auf diese Weise finden Sie dank einer möglichst spezifischen Anzeige den richtigen Kandidaten/in. Betreuung.com hilft Ihnen als kompetenter Vermittler aber auch gerne direkt bei der Suche.

Kinderbetreuung

Berufstätige Eltern sind oft auf eine fürsorgliche Kinderbetreuung angewiesen, um weiterhin in Teil- oder Vollzeit aktiv bleiben zu können. Deswegen werden Kleinanzeigen zum Suchen von erfahrenen Kinderbetreuern immer beliebter. Da die meisten Eltern sich für die stundenweise Betreuung entscheiden, ist eine lokale Nähe absolute Pflicht.

Einige Faktoren können dabei eine wichtige Rolle spielen, so zum Beispiel die Anzahl und das Alter der Kinder. Betreuer können anschließend eine Reihe von Aufgaben übernehmen, angefangen beim Kochen, hin zur Pflege oder zum Transport. Bei Bedarf gibt es sogar ausgebildete Kinderbetreuer, die Nachhilfe bei den Hausaufgaben leisten.

Haustierbetreuung

Derzeit leben mehr als 34 Millionen Haustiere in Deutschland, Katzen und Hunde sind mit Abstand die beliebtesten Arten. Doch nicht immer haben Haustierbesitzer die nötige Zeit, sich selbst um das eigene Haustier zu kümmern. Oder es steht ein längerer Urlaub an und man möchte die Tiere nicht aus ihrer gewohnten Umgebung entreißen.

Genau dann bieten sich immer praktische Kleinanzeigen zur Suche nach einer erfahrenen Haustierbetreuung an. Zu den typischen Aufgaben gehört der tägliche Auslauf mit Hunden, das Füttern, Waschen und sogar ein professionelles Training. Die Tiere können in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und hoher Stress wird vermieden.

Haushaltshilfe

Zuletzt sind bei Betreuung.com noch Kleinanzeigen zu verschiedenen Haushaltshilfen möglich. Das umfasst weitere Teilbereiche, darunter Handwerker aller Art und Reinigungskräfte sowie Gärtner. Sie können also gezielt nach der passenden Dienstleistung suchen, indem Sie bei Ihrer Kleinanzeige den entsprechenden Bereich auswählen.

Haushaltshilfen können eine Vielzahl verschiedener Tätigkeiten übernehmen und Ihnen somit den Alltag erheblich erleichtern. Das fängt bei umfassenden Reinigungsaufgaben an und geht hin zum Erledigen von Einkäufen oder dem Bügeln von Kleidung. Natürlich ist es auch jederzeit möglich, einen individuellen Arbeitsumfang zu vereinbaren.

Auch Anbieter können bei uns Kleinanzeigen schalten

Aber Nutzer können bei Betreuung.com ebenfalls als Dienstleister eigene Anzeigen schalten, auf die sich interessierte Kunden dann von ganz allein melden. Wir bieten praktische Funktionen, um die Suche nach neuen Aufträgen deutlich zu vereinfachen. Geben Sie bei Ihrer Anmeldung einfach an, welche Dienste Sie anbieten.

Aussagekräftige Kleinanzeigen, die alle Ihre Fähigkeiten und Fachbereiche vorstellen, dienen als hervorragende Werbung. Sie können vorab den verfügbaren Zeitraum definieren und sogar einen passenden Stundensatz wählen. Die moderne Vermittlungsplattform von Betreuung.com bringt Sie dann mit Kunden in Ihrer Nähe zusammen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Kleinanzeigen (FAQ)

Wie funktionieren Kleinanzeigen bei Betreeung.com?

Suchende und Anbieter können innerhalb weniger Minuten eine Kleinanzeige veröffentlichen, in der sie nach Betreuern oder Kunden suchen. Das umfasst die Bereiche: Senioren, 24-Stunden-Pflege, Kinder, Haustiere und Haushaltshilfen. Sie haben aber selbstverständlich die Möglichkeit, eigene individuelle Wünsche mit einfließen zu lassen.

Welche Vorteile haben Kleinanzeigen bei Betreuung.com?

Als spezialisierter Anbieter sind bei uns fast ausschließlich Kunden und Anbieter mit gleichem Interesse unterwegs. Das bedeutet, Sie finden schneller und einfach erfahrene Betreuungskräfte. Dienstleister finden hingegen in kürzester Zeit neue Kunden, um somit ihren loyalen Kundenstamm weiter ausbauen zu können.

Sind Kleinanzeigen bei Betreeung.com anonym?

Während der Anmeldung ist es notwendig, einige private Kontaktdaten anzugeben. Diese sind jedoch nicht Teil einer Kleinanzeige. Sie bleiben also vollkommen anonym und die Kontaktaufnahme läuft ausschließlich über unser privates Nachrichtensystem. Am Ende steht es Ihnen natürlich frei, ob und an wen Sie Ihre Kontaktdaten herausgeben.

Wie bezahlt man bei Kleinanzeigen auf Betreuung.com?

Wir sind eine reine Vermittlungsplattform, die Suchende und Anbieter in der Betreuung zuverlässig zusammenbringt. Welche Bezahlung und Konditionen untereinander vereinbart werden, können Sie am Ende also frei entscheiden. Alle Vorgaben ergeben sich direkt aus der deutschen Gesetzgebung (zum Beispiel für Gewerbetreibende).

Wie viel kostet eine Kleinanzeige bei Betreuung.com?

Die Anmeldung und das Schalten von Kleinanzeigen sind vollkommen kostenlos. Sie müssen also keine unbekannten Gebühren oder Provisionen befürchten. Wir bieten aber noch weitere Dienste an, so zum Beispiel die Vermittlung von zuverlässigen 24-Stunden-Pflegern aus dem Ausland – die Kosten dafür übernimmt jedoch der Anbieter.

Fazit: Mit Kleinanzeigen auf Betreuung.com finden Sie im Handumdrehen die perfekte Betreuungskraft

Aufgrund des Fachkräftemangels im Betreuungs- und Pflegebereich ist die Suche nach erfahrenem Personal heute schwieriger als jemals zuvor. Dank Betreuung.com finden Sie aber dennoch schnell und zuverlässig einen passenden Kandidaten/in, die mit viel Fürsorge und Zuversicht alle anfallenden Aufgaben übernimmt.

Die Vorteile von Kleinanzeigen auf Betreeung.com liegen dabei auf der Hand: schnelle und kostenlose Anmeldung, viele professionelle Fachkräfte und hohe Anonymität. Melden Sie sich deswegen noch heute an und schalten Sie innerhalb weniger Minuten eine aussagekräftige Kleinanzeige – wir helfen Ihnen bei der unkomplizierten Suche.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung (24-Stunden-Pflege)

Die rund-um-die-Uhr-Betreuung, auch bekannt als 24-Stunden-Pflege, ist eine Form der häuslichen Pflege, von der in Deutschland tausende pflegebedürftige Menschen profitieren. Dabei ziehen Betreuerinnen und Betreuer, häufig aus Osteuropa, in die Wohnung oder das Haus der zu betreuenden Person ein und bieten vielseitige Unterstützung im Haushalt und im pflegerischen Bereich.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Bezeichnung „24-Stunden-Pflege“ nicht wörtlich zu verstehen ist und nicht bedeutet, dass eine Pflegekraft tatsächlich rund um die Uhr arbeitet. Dies würde den gesetzlichen Vorschriften widersprechen und ist nicht möglich. Vielmehr bezieht sich der Begriff darauf, dass eine Betreuungsperson in unmittelbarer Nähe zur pflegebedürftigen Person wohnt und im Notfall schnell handeln kann.

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Was ist die Pflegeversicherung?

Eine Pflegeversicherung in Deutschland ist eine Versicherung, die das Risiko der Pflegebedürftigkeit absichern soll. Sie wurde im Jahr 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt und ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Pflegeversicherung bietet sowohl häusliche als auch stationäre Pflegeleistungen an und kann in Form von Geld- und Sachleistungen in Anspruch genommen werden. Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden paritätisch vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen.

Die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit ist eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Pflegeversicherung. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) stellt die Pflegebedürftigkeit auf Antrag des Versicherten fest.

Die Pflegeversicherung basiert auf dem Solidarprinzip, d.h. dass alle Beitragszahlerinnen und -zahler in einen gemeinsamen Topf einzahlen und aus diesem Topf die Leistungen für pflegebedürftige Menschen finanziert werden.

Jeder, der in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist oder eine Rente bezieht, ist automatisch in der Pflegeversicherung versichert. Die Beiträge werden gemeinsam mit den Beiträgen zur Krankenversicherung abgeführt.

Die Pflegeversicherung bietet verschiedene Leistungen, um pflegebedürftige Personen zu unterstützen. Dazu gehören u.a. Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und Tages- und Nachtpflege.

Der Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung wird durch einen sogenannten Pflegegrad festgestellt, der anhand eines Begutachtungsverfahrens ermittelt wird.

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es fünf Pflegegrade, die den bisherigen Pflegestufen entsprechen. Die Pflegegrade 1-5 richten sich nach dem Grad der Selbstständigkeit und dem Hilfebedarf der pflegebedürftigen Person.

Die Pflegeversicherung deckt nicht alle Kosten ab, die im Zusammenhang mit der Pflege anfallen können. In vielen Fällen müssen pflegebedürftige Personen und ihre Familien noch selbst finanziell dazu beitragen.

Es ist daher ratsam, sich frühzeitig mit dem Thema Pflege und Pflegeversicherung auseinanderzusetzen und gegebenenfalls eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen, um im Pflegefall finanziell abgesichert zu sein.

Welche Arten von Pflegeversicherungen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Pflegeversicherungen: die gesetzliche Pflegeversicherung und die private Pflegeversicherung.

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist für alle gesetzlich krankenversicherten Personen verpflichtend und wird von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten. Die Beiträge werden gemeinsam von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen und richten sich nach dem Einkommen des Versicherten. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind in einem Leistungskatalog festgelegt und umfassen unter anderem ambulante und stationäre Pflege, sowie Hilfsmittel und Pflegeberatung.

Die private Pflegeversicherung ist eine freiwillige Versicherung und wird von privaten Versicherungsunternehmen angeboten. Sie ist vor allem für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener eine Option. Die Beiträge werden individuell anhand von Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang berechnet.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung können die Leistungen individuell vereinbart werden und können über den Leistungsumfang der gesetzlichen Pflegeversicherung hinausgehen.

Welche Leistungen beinhaltet die Pflegeversicherung?

Damit Sie Leistungen von der Pflegeversicherung erhalten können, müssen Sie pflegebedürftig sein und bestimmte versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllen. Bevor Sie zum ersten Mal Leistungen beantragen können, müssen Sie in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre lang pflegeversichert gewesen sein. Dies wird von den Versicherungen als Wartezeit bezeichnet. Für Kinder, die über ihre Eltern pflegeversichert sind, wird die Wartezeit als erfüllt angesehen, wenn ein Elternteil die Wartezeit erfüllt hat.

Pflegegeld – Leistung aus der Pflegeversicherung

Eine Möglichkeit, Leistungen von der Pflegeversicherung zu erhalten, ist das Pflegegeld. Dieses wird nur ausgezahlt, wenn man in Pflegegrad 2 oder höher eingestuft ist. Das Geld ist dazu gedacht, den Angehörigen oder anderen Pflegepersonen eine Anerkennung zukommen zu lassen. Laut Gesetz (§ 37 Abs. 3 SGB XI) müssen Empfänger von Pflegegeld sich in Abhängigkeit von ihrem Pflegegrad für den weiteren Anspruch auf Leistungsbezug beraten lassen. Bei Pflegegrad 2 und 3 gilt dies halbjährlich, bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich. Das Ziel dieser Beratung ist es, sicherzustellen, dass die Pflegeperson regelmäßig praktisch-pflegefachlich unterstützt wird und dass die Pflege des Empfängers gewährleistet ist.

Wie hoch ist die Pflegeleistung als Pflegegeld?

Das Pflegegeld ist abhängig von Ihrer Einstufung nach dem jeweiligen Pflegegrad, den ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse auf Antrag feststellt. Je höher die Einstufung ist, desto höher ist das Pflegegeld:

PflegegradHöhe der Leistung
Pflegegrad 1Keine Leistung
Pflegegrad 2Pflegegeld: 316 €
Pflegegrad 3Pflegegeld: 545 €
Pflegegrad 4Pflegegeld: 728 €
Pflegegrad 5Pflegegeld: 901 €

Bei Pflegegrad 1 besteht kein Anspruch auf Pflegegeld, sie können jedoch einen Entlastungsbetrag von 125 € beantragen.

Pflegeleistungen aus der Pflegeversicherung

Die Pflegeleistung hingegen bezieht sich auf Sachleistungen, also auf die direkte Versorgung und Betreuung durch professionelle Pflegekräfte in Form von Pflegediensten oder stationären Einrichtungen. Die Höhe der Pflegeleistung variiert je nach Pflegegrad und wird in einem Pflegesachleistungsbetrag ausgedrückt.

PflegegradPflegesachleistungen (monatlich) Leistungssatz seit dem 01.01.2022
Pflegegrad 10 €
Pflegegrad 2724 €
Pflegegrad 31.363 €
Pflegegrad 41.693 €
Pflegegrad 52.095 €

Es ist zu beachten, dass bei einer Kombinationsleistung sowohl Pflegegeld als auch Pflegesachleistung genutzt werden.

Kombinationsleistung als Pflegeleistung

Eine Kombinationsleistung ist eine Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Das bedeutet, dass eine pflegebedürftige Person sowohl Geld als auch Sachleistungen von ihrer Pflegeversicherung erhalten kann.

Die Höhe der Kombinationsleistung ergibt sich aus der Summe von Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Allerdings darf die Höhe der Kombinationsleistung den Höchstbetrag, der dem jeweiligen Pflegegrad zugeordnet ist, nicht überschreiten

Ein Beispiel:

Eine pflegebedürftige Person mit Pflegegrad 3 erhält monatlich 1.363 Euro Pflegesachleistungen und hat gleichzeitig einen Anspruch auf 545 Euro Pflegegeld. Wenn die Person sich für eine Kombinationsleistung entscheidet, kann sie insgesamt 1.908 Euro pro Monat (1.363 € + 545 €) erhalten, was den Höchstbetrag für Pflegegrad 3 nicht überschreitet.

Es ist wichtig zu beachten, dass sich die aktuellen Beträge für Pflegegeld und Pflegesachleistungen jedes Jahr ändern können und von verschiedenen Faktoren abhängen, wie z.B. der Entwicklung der Pflegekosten und der Finanzierung der Pflegeversicherung.

Tages- und Nachtpflegeleistungen

Tages- und Nachtpflegeleistungen stehen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 zur Verfügung und werden durch ambulante Pflegesachleistungen finanziert. Die Höhe der Leistungen hängt vom jeweiligen Pflegegrad ab

PflegegradTages- und Nachtpflege (monatlich)
10 €
2689 €
31.298 €
41.612 €
51.995 €

Kurzzeitpflege – Leistung durch Pflegeversicherung

Des Weiteren können Pflegebedürftige nach einem Klinikaufenthalt die Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen, um vorübergehende Entlastung zu erhalten. Hierfür können bis zu 1.774 Euro pro Jahr für einen Zeitraum von bis zu acht Wochen genutzt werden. Wenn Verhinderungspflege nicht beansprucht wird, können Pflegebedürftige sogar bis zu 3.386 Euro für bis zu 56 Tage pro Jahr für die Kurzzeitpflege erhalten.

Verhinderungspflege – Leistung durch die Pflegeversicherung

Im Falle der Abwesenheit von pflegenden Angehörigen durch Krankheit oder Urlaub gewährt die Pflegekasse Zuschüsse für die Verhinderungspflege. Pflegebedürftige haben Anspruch auf bis zu 1.612 Euro pro Jahr für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen. Wenn die Kurzzeitpflege nicht genutzt wird, erhöht sich der Anspruch für Verhinderungspflege auf maximal 2.418 Euro für bis zu 42 Tage im Jahr.

Tages- und Nachtpflege

Die Tages- und Nachtpflege ist eine Form der ambulanten Pflege, bei der die pflegebedürftige Person tagsüber oder nachts in einer Pflegeeinrichtung betreut wird. Diese Form der Pflege kann eine gute Alternative zur vollstationären Pflege sein, da die pflegebedürftige Person weiterhin in ihrem vertrauten Umfeld leben kann.

Die Kosten für die Tages- und Nachtpflege werden von der Pflegeversicherung übernommen. Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 haben einen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen, die auch für die Tages- und Nachtpflege genutzt werden können. Die Höhe der Leistungen richtet sich dabei nach dem jeweiligen Pflegegrad.

Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung

Neben dem Pflegegeld und den Pflegesachleistungen gibt es weitere Leistungen der Pflegeversicherung, wie beispielsweise den Entlastungsbetrag (125 € monatlich für Pflegebedürftige in Pflegegrad 1), Leistungen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds, sowie die Möglichkeit zur Kostenübernahme für eine Verhinderungspflege oder eine Kurzzeitpflege.

Pflegehilfsmittel aus der Pflegeversicherung

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, die monatlich von der Pflegeversicherung bezuschusst werden. Dazu gehören beispielsweise Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Einmalunterlagen. Der monatliche Zuschuss beträgt bis zu 40 Euro und ist für alle Pflegegrade gleich. Die Pflegehilfsmittel können über den Sanitätshandel oder auch online bezogen werden.

PflegegradPflegehilfsmittel (monatlich)
1bis zu 40 €
2bis zu 40 €
3bis zu 40 €
4bis zu 40 €
5bis zu 40 €

Leistungen aus der Pflegeversicherung für Wohnraumanpassungen

Wohnraumanpassungen sind bauliche Maßnahmen, die dazu dienen, den Wohnraum an die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Personen anzupassen. Hierzu gehören beispielsweise der Einbau von Haltegriffen, die Verbreiterung von Türen oder die Schaffung eines Badezimmers ohne Barrieren. Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad haben Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch die Pflegeversicherung für Wohnraumanpassungen. Hierfür werden je nach Maßnahme bis zu 4.000 Euro pro Pflegegrad übernommen.

WohnraumanpassungPflegegrad 1Pflegegrad 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4Pflegegrad 5
Betrag4000 €4000 €4000 €4000 €4000 €

Häufig gestellte Fragen zu Pflegeversicherung

Um einen kurzen knappen Überblick zu bekommen, werden hier alle wichtigen Fragen nochmals zusammengestellt:

Was ist die Pflegeversicherung?

Die Pflegeversicherung ist eine gesetzliche Versicherung, die Menschen absichert, die aufgrund von körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen pflegebedürftig sind.

Wer ist pflegeversichert?

Jeder Mensch, der in Deutschland lebt und gesetzlich krankenversichert ist, ist auch automatisch in der Pflegeversicherung versichert.

Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung?

Die Pflegeversicherung bietet Leistungen wie Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege an, um pflegebedürftige Personen und deren Angehörige zu unterstützen.

Wie hoch sind die Leistungen der Pflegeversicherung?

Die Höhe der Leistungen hängt vom Pflegegrad und der Art der Leistung ab.

Wie beantrage ich Leistungen der Pflegeversicherung?

Leistungen der Pflegeversicherung können bei der zuständigen Pflegekasse beantragt werden. Eine ärztliche Bescheinigung über den Pflegebedarf muss in der Regel vorgelegt werden.

Wer hat Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung?

Jeder, der aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Einschränkungen auf Hilfe im Alltag angewiesen ist und einen Pflegegrad zugesprochen bekommen hat, hat Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Die Voraussetzung dafür ist, dass derjenige mindestens 2 Jahre pflegeversichert war.

Was wird nicht von der Pflegeversicherung gezahlt?

Nicht alle Kosten im Zusammenhang mit der Pflege werden von der Pflegeversicherung übernommen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten in vollstationären Pflegeeinrichtungen
  • Kosten für kosmetische Behandlungen oder Schönheitsoperationen
  • Kosten für Krankenhausbehandlungen, die nicht im Zusammenhang mit der Pflegebedürftigkeit stehen
  • Kosten für Haushaltshilfen, die nicht im Zusammenhang mit der Pflegebedürftigkeit stehen
  • Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel
  • Kosten für Leistungen, die über die Pflegeversicherung hinausgehen, wie zum Beispiel ergänzende Betreuungs- und Entlastungsleistungen oder zusätzliche Leistungen für technische Hilfsmittel

Was ist eine zusätzliche Pflegeversicherung?

Eine zusätzliche Pflegeversicherung ist eine private Versicherung, die ergänzend zur gesetzlichen Pflegeversicherung abgeschlossen werden kann. Sie dient dazu, die Versorgungslücke zu schließen, die entstehen kann, wenn die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen. Eine solche private Pflegezusatzversicherung kann beispielsweise die Kosten für eine bessere Versorgung oder für zusätzliche Leistungen abdecken.

Es gibt verschiedene Varianten der Pflegezusatzversicherung, wie zum Beispiel die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung oder die Pflegerentenversicherung.

Krankenversicherung in Deutschland 2023

Die Krankenversicherung (KV) ist in Deutschland seit jeher ein wichtiges Thema und vor allem aufgrund steigender Kosten ständig im Gespräch. Sie regelt für den Großteil aller Einwohner die Versicherungsleistung, um im Bedarfsfall an eine gute medizinische Versorgung kommen zu können. Während die überwiegende Mehrheit gesetzlich krankenversichert ist, können Besserverdiener sich auch privat versichern lassen. Beide Optionen haben dabei ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile.

Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, welche Krankenversicherungen es gibt, wie hoch die Kosten sind und nach welchen Kriterien Sie Ihre Auswahl treffen sollten. Das richtige Hintergrundwissen kann Ihnen nämlich diese wichtige Entscheidung wesentlich erleichtern.

In Deutschland herrscht Versicherungspflicht

Jeder Einwohner in Deutschland muss krankenversichert sein, ob Arbeitnehmer, Unternehmer oder Freiberufler. Das trifft aber auch auf Künstler, Studierende, Arbeitslose sowie Rentner zu, die womöglich bereits heute Ihren Lebensunterhalt aus staatlicher Versorgung erzielen. Ehepartner und Kinder sind in der Regel über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ohne Zusatzkosten mitversichert. Es gibt also keine Ausnahmen – jeder Einwohner ist prinzipiell krankenversichert.

Versicherte erhalten in der GKV die gleichen gesetzlichen Leistungen, unabhängig davon, wie viel sie letztlich einzahlen. Es gibt derzeit jedoch insgesamt 96 verschiedene Krankenkassen in Deutschland, zwischen denen jeder frei wählen kann. Der größte Unterschied ist meistens im Zusatzbeitrag zu spüren, dessen Höhe jede gesetzliche Krankenkasse selbst bestimmen kann. Ebenso gibt es zahlreiche private Krankenversicherungen (PKV), die aber sowohl Beitrag als auch Leistungen flexibel anpassen können.

Gesetzliche oder private Krankenversicherung

Jeder Einwohner in Deutschland ist versicherungspflichtig und muss demnach entweder gesetzlich oder privat krankenversichert sein. Derzeit sind rund 90 % aller Menschen in der GKV, den Rest bilden überwiegend privat Versicherte (10 %) und Ausnahmefälle – die Angaben können je nach Quelle jedoch geringfügig voneinander abweichen. Ab einem Jahreseinkommen von mehr als 66.600 Euro (Stand: 2023) können Einwohner entscheiden, ob sie gesetzlich oder privat versichert sein möchten.

Kosten/Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung

Der Beitrag in der GKV richtet sich nach dem Solidaritätsprinzip, Menschen mit höherem Einkommen zahlen also entsprechend mehr ein. Wie gesund der jeweilige Versicherte ist, spielt dabei keine Rolle. Selbst Vorerkrankungen wirken sich nicht auf die Kosten oder die Versorgung aus, alle Versicherten erhalten die gleichen Leistungen. Auf diese Weise verteilt sich die Belastung möglichst solidarisch und ärmere, ältere und kranke Menschen werden nicht benachteiligt.

Doch der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse liegt im Jahr 2023 bereits bei 14,6 %, mit dem noch anfallenden Zusatzbeitrag dann im Schnitt sogar bei rund 16 %. Den Zusatzbeitrag kann jeder Krankenkasse selbst festlegen, um anfallende Kosten zu decken. Letztlich ist das ein Anstieg von 2 bis 3 % innerhalb der vergangenen 20 Jahre und damit eine erhebliche Zusatzbelastung von Berufstätigen in Deutschland. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Kosten, Freiberufler zahlen hingegen den vollen Beitrag allein.

Es gibt jedoch die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze, über die hinaus keine weiteren Kosten mehr anfallen. Derzeit liegt diese bei einem Gehalt von 4.987,50 Euro im Monat (Stand: 2023). Wer also mehr verdient, muss keinen höheren Beitrag fürchten. Mit Hinblick auf die unterschiedlichen Zusatzbeiträge ist ein Krankenkassenvergleich dennoch meistens sehr sinnvoll, im Bedarfsfall sollte man sogar die Krankenkasse wechseln.

Kosten/Beitrag der privaten Krankenversicherung

Anders als in der GKV richten sich die Kosten bei der PKV nach persönlichen Faktoren, die nicht im Zusammenhang mit dem Einkommen stehen. Maßgeblich sind hierbei oft das Alter, der Beruf, die gewünschten Leistungen, mögliche Vorerkrankungen und die gewählte Selbstbeteiligung. Jede PKV macht basierend auf diesen und weiteren Informationen ein persönliches Versicherungsangebot, das der Versicherungsnehmer vergleichen und anpassen kann.

Grundsätzlich gilt, je jünger, gesünder und risikoärmer ein Versicherter ist, desto günstiger kann das Angebot der privaten Krankenversicherung ausfallen. Gleiches gilt bei den Leistungen und der Selbstbeteiligung, die ebenfalls wichtige Faktoren bei den Kosten sind. Manche PKV-Tarife bieten sogar an, Einzahlungen wieder zurückzuerstatten, wenn ein Versicherter ein Jahr lang keine Leistungen in Anspruch nimmt. Aufgrund der steigenden Kosten im Gesundheitsbereich müssen auch privat Versicherte mit steigenden Kosten rechnen.

Dennoch kann die PKV je nach Tarif weitaus günstiger sein als die GKV, insbesondere für jüngere Menschen. Die günstigsten Tarife fangen bei unter 200 Euro monatlich an, während der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung für sie derzeit bei 404 Euro liegt. Wer sich jedoch für eine private Versicherung entscheidet, kann später nicht mehr in die gesetzliche zurück. Besonders mit steigendem Alter kann sich die PKV dann als weitaus teurer erweisen.

Krankenkassenvergleich zwischen gesetzlich und privat

Wir haben hier noch einmal alle wichtigen Daten in einer direkten Gegenüberstellung zusammengefasst. Sie können also auf einen Blick erkennen, in welchen Bereichen sich die jeweilige Versicherungsart voneinander unterscheidet.

Gesetzliche KrankenversicherungPrivate Krankenversicherung
PrinzipSolidaritätsprinzip – alle zahlen den gleichen Beitrag als Prozentsatz vom EinkommenÄquivalenzprinzip – alle zahlen, was sie in Anspruch nehmen (könnten)
Kosten14,6 % + Zusatzbeitrag, davon zahlt der Arbeitgeber die Hälfte.Durchschnittlich 200 – 600 Euro im Monat, der Arbeitgeberzuschuss ist inkludiert.
Beitragsgrenze404 Euro im MonatNur in Ausnahmefällen
LeistungGesetzlich festgelegt und nur mit minimalen Unterschieden zwischen den KrankenkassenFlexible Anpassung möglich, je nachdem, wie viel der Versicherte zahlt.
VorleistungVersicherte müssen nicht in Vorleistung treten, die Abrechnung erfolgt direkt mit der Krankenkasse.Versicherte müssen in der Regel in Vorleistung gehen und die Rechnung später einreichen.
EmpfehlungDie GKV lohnt sich für Familien mit Kindern, die Planungssicherheit bevorzugen.Die PKV lohnt sich für junge Gutverdiener, die bessere Leistungen schätzen.

Wer ein jährliches Einkommen über 66.600 Euro erzielt, sollte bei seinem Krankenkassenvergleich also sowohl die gesetzliche als auch die private Option in Betracht ziehen. In vielen Fällen wirkt die private Krankenversicherung zunächst attraktiver, doch Familien mit Kindern sowie ältere und kranke Menschen profitieren in der Regel vom Solidaritätsprinzip der gesetzlichen.

Checkliste für gesetzliche Krankenversicherung

Mit Hinblick auf die zunehmend steigenden Kosten kann sich ein Wechsel in eine andere gesetzliche Krankenkasse durchaus lohnen, selbst wenn man nur einen Prozentpunkt beim Zusatzbeitrag spart. So liegt der niedrigste Wert im Jahr 2023 bei 0,8 % und der höchste bei 1,99 % – bei einem Monatsgehalt von 4.000 Euro macht das einen Unterschied von immerhin fast 24 Euro.

Achten Sie bei Ihrer Auswahl aber vor allem auf folgende Punkte:

  • Wie hoch ist der jeweilige Zusatzbeitrag der Krankenkasse?
  • Kann der Anbieter mit Beratungsleistung und Beratungsqualität überzeugen?
  • Bietet die Kasse eine Beratung vor Ort an oder geschieht alles digital bzw. telefonisch?
  • Gibt es attraktive Wahltarife und Bonusprogramme, von denen Sie profitieren können?
  • Welche Zusatzleistungen und Behandlungsprogramme bietet die Krankenkasse an?
  • Müssen Versicherte bei der Kündigung etwas Besonderes beachten?

Zwar sind alle Versicherungsleistungen relativ strikt vom Gesetzgeber vorgegeben, doch insbesondere bei Bonusprogrammen und Zusatzbehandlungen haben Krankenkassen ein wenig eigenen Spielraum. Es kann sich also in jedem Fall lohnen, alle Krankenversicherungen im Detail zu vergleichen, bevor Sie eine finale Entscheidung treffen.

Checkliste für private Krankenversicherung

Die PKV hat weitaus größere Spielräume bei Leistungen und Preisen als die Gesetzliche. Das bedeutet, ein direkter Vergleich fällt hierbei umso schwieriger, weil es weitaus mehr Faktoren zu beachten gilt. Da der Wechsel in die private Krankenversicherung auch immer ein langfristiges Commitment ist, sollten Sie zuvor auf jeden Fall das beste bzw. passendste Angebot einholen.

Achten Sie bei Ihrer Auswahl aber vor allem auf folgende Punkte:

  • Wie hoch sind die Kosten heute und wie entwickeln sie sich im Laufe der Zeit?
  • Welche Tarife und Leistungen werden angeboten und wie hoch ist die Selbstbeteiligung?
  • Gibt es attraktive Bonusprogramme oder Rückerstattungen, von denen Sie profitieren können?
  • Wie hoch ist das Krankentagegeld und gibt es eine Beitragsentlastung im Alter?
  • Welche Mindestvertragslaufzeit müssen Sie eingehen?
  • Können Sie zu anderen Tarifen innerhalb der Versicherung wechseln?

Aufgrund des schier unüberschaubaren Angebots gibt es mittlerweile zahlreiche Seiten im Internet, die sich auf einen Vergleich aller Krankenkassen spezialisiert haben. Dort erkennen Sie oft auf einen Blick, welcher Anbieter besonders gut zu Ihren persönlichen Anforderungen passt. Machen Sie also unbedingt von dieser Methode Gebrauch und lassen Sie sich möglichst viele verschiedene Angebote zukommen.

Weitere Unterscheidungen und Definitionen

Es gibt noch eine Vielzahl verwandter Begriffe, die bei diesem Thema häufig fallen. Im Folgenden haben wir die Wichtigsten davon für Sie aufgelistet, damit Sie einen besseren Überblick haben.

  • Freiwillige Krankenversicherung: Ab einem Einkommen von 66.600 Euro im Jahr oder als Selbstständiger kann ein Einwohner entscheiden, ob er sich gesetzlich oder privat versichert. Wenn er in der GKV bleibt, spricht man von einer freiwilligen Entscheidung – die generelle Versicherungspflicht besteht aber auch in diesem Fall.
  • Reisekrankenversicherung: Für kürzere Reisen von bis zu acht Wochen bietet es sich an, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Diese übernimmt die Kosten für Behandlungen im Ausland sowie im Notfall sogar einen Rücktransport nach Deutschland.
  • Auslandskrankenversicherung: Viele Anbieter unterscheiden mittlerweile nur noch selten zwischen den Begriffen Reise- und Auslandskrankenversicherung. Es kann sich also sowohl um eine Versicherung für eine kurze Reise als auch einen mehrjährigen Aufenthalt handeln.
  • Familienversicherung: Ehepartner und Kinder sind familienversichert, sie benötigen also kein eigenes Einkommen. Besucht das Kind eine Schule, Universität oder befindet es sich in einer Ausbildung, dann gilt eine Altersgrenze bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.
  • Hundekrankenversicherung: Auch die Tierkrankenversicherung erfreut sich immer zunehmender Beliebtheit, besonders als Krankenversicherung für den Hund. Sollte das Haustier anschließend erkranken, übernimmt die Versicherung die anfallenden Kosten für die Behandlung.

Unterschied zwischen Kranken- und Pflegeversicherung

Beide Versicherungen gehören zu den sogenannten Pflichtversicherungen, jeder Einwohner in Deutschland muss also pflegeversichert sein. Die Krankenversicherung stellt dabei auch eine Pflegeversicherung bereit, die Versicherte automatisch in Anspruch nehmen und Mitglied werden. Eine separate Auswahl bzw. ein Krankenkassenvergleich ist also mit Hinblick auf die Pflege nicht notwendig, das alles geschieht bei der Anmeldung automatisch über die GKV.

Aktuell liegt der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung bei 3,1 %, er soll aber zur Mitte des Jahres 2023 auf 3,4 % ansteigen. Privatversicherte zahlen hingegen wiederum unterschiedliche Beiträge, je nachdem, für welchen Anbieter sie sich entscheiden. Mit diesen Beiträgen bildet die jeweilige PKV eine Rücklage, die dann im Pflegefall die anfallenden Kosten decken kann. Die Pflegeversicherung arbeitet also in vielen Fällen relativ ähnlich wie die Krankenversicherung.

Doch welchen Unterschied gibt es zwischen den beiden? Eine Krankenversicherung kümmert sich um akute Fälle, vor allem bei Krankheit, Mutterschaft und bei Unfällen. Die Pflegeversicherung widmet sich hingegen eher langfristigem Pflegebedarf, der eine Pflegebedürftigkeit voraussetzt. Dazu gehören vor allem Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und die umfassende 24-Stunden-Pflege. Betroffene können sich in der Regel nicht um sich selbst kümmern, die Pflegekasse übernimmt also (teilweise) diese Leistung.

Mit Betreuung.com zur günstigen 24-Stunden-Pflege

Doch eine 24-Stunden-Betreuung kann trotz Zuschuss der Pflegekasse überaus kostspielig sein, besonders aufgrund des steigenden Mangels an ausgebildeten Pflegekräften in Deutschland. Deswegen gehört es heute oftmals dazu, im Pflegefall eine zuverlässige Pflegefachkraft aus dem Ausland anzustellen. Diese sind in der Regel ebenso gut ausgebildet und beherrschen oftmals sogar die deutsche Sprache. Zudem profitieren Sie auch in diesem Fall durch die gleichen Zuschüsse Ihrer zuständigen Pflegekasse.

Wir helfen Ihnen dabei, eine liebevolle Pflegerin oder Pfleger aus dem Ausland zu finden. Füllen Sie dazu einfach unser Formular aus, gleich danach melden wir uns bei Ihnen mit passenden Kandidaten. Sie haben natürlich vorher die Möglichkeit, die Pflegefachkraft per (Video-)Anruf kennenzulernen und müssen vorab keinerlei Verpflichtungen eingehen. Wenn Sie sich für einen 24-Stunden-Pfleger entschieden haben, erfolgt eine legale Entsendung nach Deutschland zu Ihnen nach Hause. Nehmen Sie also jetzt Kontakt zu uns auf – wir beraten Sie gerne.

Fazit: Krankenversicherung in Deutschland ein Muss

Die Gesundheitsversorgung gilt in Deutschland trotz steigender Kosten nach wie vor als exzellent. Das liegt vor allem auch an den solide arbeitenden Krankenkassen, die über den Beitrag zur Krankenversicherung viele Leistungen ermöglichen, die in anderen Ländern nur den Gutverdienern vorenthalten sind. Die PKV ist eine sinnvolle Ergänzung dazu und leistet einen wichtigen Beitrag, damit Ärzte und Kliniken nachhaltig arbeiten können.

Bei der Entscheidung, ob Sie sich ab einem Einkommen von 66.600 Euro gesetzlich oder privat versichern sollten, gibt es viele wichtige Faktoren zu beachten. Im jungen Alter kann sich ein früher Einstieg durch niedrigere Kosten und bessere Leistungen bezahlt machen, doch im höheren Alter steigen die Beiträge dafür auch stark an. Das kann besonders Familien mit Kindern stärker belasten, weil Kinder nicht kostenlos mitversichert sind. Wägen Sie also alle Vor- und Nachteile gründlich gegeneinander ab.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie kann man die Krankenkasse wechseln?                      

Ein Krankenkassen-Wechsel ist heute einfacher denn je, da Versicherte nicht einmal mehr formal kündigen müssen. Das übernimmt nämlich Ihre neue GKV für Sie, bei der Sie sich als neues Mitglied angemeldet haben. Privatversicherte schließen hingegen Verträge ab, die es einzuhalten gibt. Das Einzige, was Sie beachten müssen, ist die Erfüllung der gesetzlichen Mindestbindungsfrist. Bei Privatversicherten ist das hingegen die jeweilige Vertragslaufzeit, auf die Sie sich mit Ihrem Versicherer vertraglich geeinigt haben.

Wie viel kostet die gesetzliche Krankenversicherung im Monat?

Die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung belaufen sich im Jahr 2023 auf 14,6 % von Ihrem Einkommen. Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag, den die jeweilige Krankenkasse frei bestimmen kann. Dieser liegt derzeit im günstigsten Fall bei 0,8 %, die teuerste Krankenkasse verlangt hingegen zusätzliche 1,99 %. Mit Hinblick auf die steigenden Versorgungskosten dürften die Beiträge jedoch weiter steigen, vor allem weil sonst ein Defizit von 33 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025 droht.

Was kostet eine private Krankenversicherung?

Die Kosten bei einer privaten Krankenversicherung richten sich nach vielen persönlichen Faktoren. Besonders wichtig sind das Alter, der Beruf sowie Vorerkrankungen und Risikoverhalten. Ebenso muss der Versicherte entscheiden, welchen Leistungsumfang er in Anspruch nehmen möchte und wie hoch die Selbstbestätigung sein soll. Das alles wirkt sich in erheblichem Umfang auf die Kosten aus. Junge Menschen zahlen bei entsprechenden Tarifen manchmal sogar unter 200 Euro im Monat, ältere Menschen mit höheren Leistungen und Risiken zahlen hingegen ein Vielfaches davon.

Ab wann lohnt sich eine private Krankenversicherung?

Das ist eine sehr persönliche Antwort, die jeder Versicherte für sich selbst beantworten muss. Denn eine private Krankenkasse hat erhebliche Vorteile, darunter den anfangs niedrigeren Preis sowie üblicherweise weitaus bessere Leistungen. Viele Ärzte geben Privatversicherten eher einen zeitigen Termin und können sich bei der Behandlung mehr Zeit nehmen, weil die private Krankenkasse höhere Tarife zahlt. Doch Familien und Menschen im hohen Alter zahlen oft deutlich mehr als in der GKV. Entscheiden Sie also immer auch mit Hinblick auf die langfristige Entwicklung Ihrer Lebenslage.

Ist man mit einem 450-€-Job bzw. 520-€-Job krankenversichert?

Bei einem Minijob, ob damals bei 450 Euro oder heute bei 520 Euro, ist man in der Regel nicht krankenversichert. Aber auch ein Minijobber ist versicherungspflichtig und muss dementsprechend eine andere Möglichkeit finden, um sich zu versichern. Normalerweise geschieht das über den Hauptberuf, über die Familienversicherung oder über die Arbeitsagentur. Informieren Sie sich also vor der Annahme eines Minijobs darüber, wie die Krankenversicherung in Ihrem persönlichen Fall geregelt werden kann.

Was gibt es alles für Krankenversicherungen?

Es gibt insgesamt sechs unterschiedliche Kassenarten, die alle unterschiedlichen Aufgaben im deutschen Gesundheitssystem übernehmen. Diese teilen sich auf die Folgenden Kassenarten auf: 71 Betriebskrankenkassen, 11 allgemeine Ortskrankenkassen, 6 Innungskrankenkassen, 6 Ersatzkassen, 1 Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und 1 Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Für die meisten Menschen sind jedoch die 71 Betriebskrankenkassen am wichtigsten.

Ist es strafbar, wenn man nicht krankenversichert ist?

In Deutschland besteht eine Versicherungspflicht im Hinblick auf die Krankenversicherung. Die überwältigende Mehrheit aller Einwohner ist auch versichert, weil das normalerweise immer der Fall ist. So sind Ehepartner und Kinder über die Familienversicherung mitversichert, Rentner durch ihren Rentenbeitrag und Minijobber und Arbeitslose in der Regel über die Arbeitsagentur. Dennoch ist es nicht strafbar, nicht krankenversichert zu sein. Wer in eine solche Notlage gerät, sollte sich unbedingt von einem Ansprechpartner bei der Krankenkasse dazu beraten lassen.

Müssen Rentner einen Beitrag zur Krankenversicherung leisten?

Auch Rentner zahlen den vollen Beitrag zur Krankenversicherung, der sich im Jahr 2023 auf 14,6 % plus Zusatzbeitrag beläuft. Den Arbeitgeberanteil übernimmt dabei der Rentenversicherungsträger, bei der Berechnungshöhe ändert sich also auch im Ruhestand eigentlich nichts. Da die Rente jedoch weitaus niedriger ist als das frühere Einkommen im Berufsleben, sinkt auch der Beitrag ganz erheblich. Dadurch wird die gesetzliche Krankenversicherung im hohen Alter oft wesentlich günstiger als die private.

Was ist die technische Krankenkasse (TK)?

Es handelt sich hierbei manchmal um die Bezeichnung der Techniker Krankenkasse (TK), die eine von vielen gesetzlichen Krankenkassen ist. Die TK ist darüber hinaus die größte Versicherung Deutschlands mit mehr als 10 Millionen Mitgliedern und aufgrund des guten Services sowie niedrigem Zusatzbeitrag ausgesprochen beliebt. Die technische Krankenkasse konnte dementsprechend auch viele Auszeichnungen gewinnen und führt auch im Jahr 2023 bei Focus Money die Rangliste als beste gesetzliche Krankenkasse an.

Was ist die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK)?

Die DAK oder DAK-Gesundheit ist nach der Barmer die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland. Sie kommt derzeit auf rund 5,5 Millionen Mitglieder und hat Geschäftsstellen im ganzen Land. Es gibt aber noch weitere beliebte Krankenkassen, die seit Jahrzehnten einen soliden Service anbieten. Dazu gehören beispielsweise auch die Debeka- oder die kleinere Knappschaft-Krankenversicherung. Insgesamt gibt es derzeit 96 verschiedene gesetzliche Krankenkassen in Deutschland.

Ist die ADAC-Auslandskrankenversicherung empfehlenswert?

Es gibt viele Auslandskrankenversicherungen, eine davon ist die beliebte ADAC-Auslandskrankenversicherung. Diese gewährt Ihnen einen Schutz für die ersten 63 Tage einer Reise im Ausland, Sie können also medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und die Versicherung übernimmt die Leistungen in vereinbarter Höhe. In der Regel wird der Vertrag dabei für ein ganzes Jahr abgeschlossen und umfasst alle anfallenden Reisen, solange diese nicht länger als 63 Tage andauern. Das kann für Vielreisende also eine sinnvolle Zusatzversicherung sein.

Pflegebedürftig

Viele Familien werden damit konfrontiert, dass ein Angehöriger langsam nicht mehr alleine zu Hause zurechtkommt und Unterstützung benötigt. Besonders schwierig wird es dann, wenn die körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen immer schlimmer werden und die Angehörigen mit der Pflege überfordert sind. Sei es, dass es aus beruflichen Gründen einfach keine Zeit dafür gibt oder weil sie mit den Aufgaben der Pflegebedürftigkeit schlichtweg überfordert sind. Es kann erforderlich sein, dass jemand bettlägerig wird, Windeln gewechselt werden müssen und professionelle Pflege benötigt. Hier erfahren Sie mehr über Pflegebedürftigkeit, welche Leistungen Ihnen zustehen und welche Lösungen es für Sie geben könnte.

Was bedeutet Pflegebedürftigkeit / pflegebedürftig?

Die Pflegebedürftigkeit bezieht sich auf den Zustand einer Person aufgrund von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen. Die Person ist nicht mehr in der Lage, Bedürfnisse und Anforderungen im täglichen Leben selbst zu erfüllen. Dies bedeutet, dass sie Unterstützung braucht bei grundlegenden Lebensaktivitäten wie der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität oder bei der Haushaltsführung.

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Betreuungs- und Entlastungsleistungen: Entlastungsbetrag in 2023

Pflegebedürftige Menschen zu Hause zu betreuen, erfordert nicht nur sehr viel Zeit, sondern kann auch die Angehörigen schnell an ihre Grenzen bringen. Es gibt jedoch die Möglichkeit, von einem kleinen monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro zu profitieren. Dieser soll zum einen als Unterstützung von pflegenden Angehörigen dienen, zum anderen aber auch die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen fördern. Denn damit lassen sich viele Betreuungs und Entlastungsleistungen finanzieren, die die Qualität der Pflege noch weiter steigern können.

Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie hoch der Entlastungsbetrag in 2023 ist und für welche Entlastungsleistungen Sie ihn verwenden können. Damit sichern Sie sich praktische Zusatzleistungen und Betroffene profitieren von einer besseren Betreuung.

Entlastungsbetrag: Welche Voraussetzungen gibt es?

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1. Was bedeutet Bettlägerigkeit?

Bettlägerigkeit? Ein bettlägeriger Patient ist an sein Bett gebunden, da er sich aus verschiedenen Gründen nicht mehr bewegen oder alleine aufstehen kann. Dies kann auf eine Krankheit, Verletzung oder einen anderen Zustand zurückzuführen sein. Oftmals sind auch Menschen mit Behinderungen an das Bett gebunden. Zudem besteht die Unfähigkeit, alleine die Toilette aufsuchen zu können.

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Freiberuflich in der Pflege tätig werden

Um sich in der Pflege selbstständig machen zu können, gibt es in Deutschland zwei Möglichkeiten, entweder können Sie ein Gewerbe anmelden oder Sie sind freiberuflich selbstständig. 

Wenn Sie selbstständig arbeiten, können Sie selbst entscheiden, welche Jobs sie annehmen, wie lange sie arbeiten und sind von keinen Anweisungen abhängig. Sie müssen sich jedoch um sämtliche Belange selbst kümmern und sind für sich selbst verantwortlich

Wer gilt als Freiberufler?

Grundsätzlich sind Sie selbstständig, wenn Sie einen der folgenden Berufe ausüben, aber nicht in einem Unternehmen angestellt sind:

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Pflegestufen 2023: Unterschiede und Geld-Zuschuss

Professionelle Pflege kann in Deutschland unglaublich kostspielig sein, insbesondere wenn eine 24-Stunden-Betreuung gewährleistet werden muss. Glücklicherweise können Betroffene aber einen attraktiven Zuschuss zur Pflege erhalten und damit die hohen Kosten teilweise wieder abfedern. Die Höhe beläuft sich dabei immer nach den Pflegestufen, in die ein Leistungsempfänger fällt. Es gilt im Wesentlichen die Faustregel: Wer in einer höheren Pflegestufe ist, hat einen höheren Pflegebedarf und damit auch Anspruch auf mehr Geld.

Wir erklären Ihnen in diesem Artikel alles Wichtige zum Thema Pflegestufen (bzw. Pflegegraden), welche Unterschiede es gibt und wie viel Geld Sie bei Ihrer Pflegeversicherung zur Unterstützung erhalten können.

Wie viele Pflegestufen bzw. Pflegegrade gibt es?

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