24-Stunden Betreuung

24-Stunden Betreuung

Rund um die Uhr in bester Hand: 24 Stunden Pflege zu Hause für pflegebedürftige Senioren

Deutschland wird älter. Schon seit geraumer Zeit steigt der Altersdurchschnitt der Bevölkerung langsam aber stetig an. Das führt leider auch dazu, dass die Zahl der Pflegefälle immer weiter zunimmt. Längst ist das Versorgungssystem für alte Menschen an seine Grenzen gelangt, denn es mangelt einfach an qualifizierten Fachkräften. Das ganze Ausmaß des Problems wird deutlich, wenn die Bemühungen der Bundesregierung zur Lösung betrachtet werden: Mehrere hunderttausend Pflegekräfte sollen in den nächsten Jahren aus dem Ausland angeworben werden, um die Versorgungslücke zu decken. Unter anderem in Mexiko, dem Kosovo und der Türkei wirbt die Bundesregierung eifrig um qualifiziertes Personal. Die Lösung des Engpasses ist ein Mammutprojekt, das nur mit erheblichen Anstrengungen und Kosten realisiert werden kann. Dabei ist nicht jede Pflegeform gleich stark betroffen. So ist es beispielsweise deutlich leichter, neues Personal für die 24 Stunden Pflege zu Hause zu finden, denn in diesem Bereich stehen weniger bürokratische Hindernisse im Weg. Die umfangreichen formellen Voraussetzungen gelten vor allem für die stationäre oder die medizinische Pflege. Sie haben seit Jahren mit großen Nachwuchsproblemen zu kämpfen.

Doch eben dieser Nachwuchs ist dringend nötig, denn gute Pflege ist zeitintensiv. Immer wieder machen Berichte von unhaltbaren Zuständen in Pflegeheimen die Runde. Unterbesetzte Stationen, vernachlässigte Bewohner, überforderte Mitarbeiter – unter diesen Bedingungen ist eine angemessene Versorgung kaum zu gewährleisten. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben viele Menschen Angst davor, ihren Lebensabend in einer solchen Einrichtung zu verbringen. Der Gang ins Pflegeheim ist für sie gleichbedeutend mit dem Verlust ihres bisherigen Lebens und des letzten Restes an Selbständigkeit. Deutlich attraktiver erscheint da eine 24 Stunden Pflege zu Hause. Bis zu 250.000 Menschen nehmen Schätzungen zufolge in Deutschland diese Form der Pflege in Anspruch. Die Betreuungspersonen kommen dabei häufig aus den osteuropäischen Mitgliedsstaaten der EU. Dank der Freizügigkeitsregelungen der EU können sie ohne großen bürokratischen Aufwand auch in Deutschland beschäftigt werden. Ob das die ideale Pflegeform für einen geliebten Angehörigen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Sorgen der Angehörigen

Wenn erste Anzeichen darauf hindeuten, dass ein älterer Mensch seinen Alltag nicht mehr alleine bewältigen kann, ist das für die Angehörigen oft ein Schock. Sie müssen sich nun zusammen mit dem oder der Betroffenen Gedanken machen, wie es weitergeht. Dabei gehen ihnen oft zahlreiche Schreckensszenarien durch den Kopf. Sie sehen ihr Familienmitglied verwahrlost und hilflos in der Wohnung verkümmern. Oder in einem Pflegeheim lieblos nach starren Vorgaben gepflegt, bettlägerig und einsam, weil niemand Zeit oder Interesse aufbringt. Das macht nicht nur den Betroffenen selbst Angst, denn niemand will einen geliebten Menschen so leiden sehen. Solche Szenarien sind leider durchaus realistisch, denn nicht alle Betreiber von Pflegeheimen sind daran interessiert, sich gut um ihre Bewohner zu kümmern. Zu groß ist oft der Kostendruck, dem sie ausgesetzt sind um profitabel wirtschaften zu können. Leidtragende sind in diesem Fall sowohl die Angestellten als auch die Bewohner.

Das möchten Kinder ihren Eltern nicht zumuten. Für viele fühlt es sich wie Verrat an, die Eltern gegen deren Willen in ein Heim „abzuschieben“. Doch welcher Weg führt aus dieser unglücklichen Lage? Genügt es einfach, eine Stellenanzeige à la „Suche 24 Stunden Pflege für meine Mutter“ aufzugeben? Oder besteht dabei die Gefahr, an unseriöse oder schlecht qualifizierte Angebote zu gelangen? Eine bessere Alternative ist oft, sich an einen Vermittlungsdienst zu wenden. Dort kann davon ausgegangen werden, dass die Pflegekräfte einer Überprüfung unterzogen worden sind und keine bösen Überraschungen drohen. Schließlich wäre weniges schmerzhafter als festzustellen, dass die gut bezahlte Pflegekraft sich nicht gut um den Angehörigen kümmert, der ihr anvertraut worden ist. Damit solcher Sorgen gar nicht erst entstehen, sollte bei der Auswahl der Pflegekraft größte Sorgfalt angewendet werden. Neben der Nutzung eines seriösen Vermittlungsdienstes ist auch ein persönliches Gespräch vor Abschluss des Vertrags empfehlenswert. Das kann bei ausreichenden Sprachkenntnissen ganz einfach per Telefon geführt werden. Auf diese Weise ist es möglich, sich von den Fähigkeiten und der Persönlichkeit der Pflegekraft noch einmal zu überzeugen.

Was genau ist 24 Stunden Pflege?

Während zu Beginn der Pflegebedürftigkeit noch die stundenweise Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst ausreichen mag, kann der steigende Bedarf an Unterstützung mit der Zeit oft nicht mehr abgedeckt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Betreute Hilfe beim Toilettengang benötigt. In solchen Fällen ist für die Pflege zu Hause 24-Stunden Betreuung erforderlich, um eine gute Versorgung zu gewährleisten. Im Rahmen dieses Betreuungsmodells ist es üblich, dass die Hilfskraft im Haus oder in der Wohnung des Betreuten untergebracht ist. Auf diese Weise kann sie auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten eines ambulanten Dienstes Unterstützung geben. Zu den Aufgaben der Pflegekraft gehören zunächst die Hilfe im Haushalt und bei der Körperhygiene. Aber auch Besorgungen sowie die Begleitung zu Arztbesuchen oder anderen Aktivitäten außer Haus gehören zur Verantwortung einer 24-Stunden-Pflegekraft. Der umgangssprachlich gebräuchliche Begriff 24-Stunden Betreuung ist eigentlich nicht ganz korrekt, denn natürlich muss auch die fleißigste Betreuungsperson einmal schlafen. Die 24 Stunden Pflege unterscheidet sich damit von der Intensivpflege einer akut schwerkranken Person, bei der sich mehrere Pflegekräfte rund um die Uhr abwechseln müssen. Das wäre nicht nur teuer, sondern im Regelfall einer pflegebedürftigen Person auch völlig überflüssig.

Leistungen der 24 Stunden Pflege

 

Grundpflege

 

Die Grundpflege umfasst vor allem die Aktivitäten des täglichen Lebens. Dazu gehören nicht nur die Unterstützung bei der Körperpflege und beim Toilettengang. Auch Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, beim An- und Ausziehen und bei der Mobilität gehören dazu. Nicht unter diesen Begriff fallen die Tätigkeiten der medizinischen Behandlungspflege, wie etwa das Verabreichen von Spritzen oder das Messen des Blutdrucks. Sie dürfen nur von examiniertem Pflegepersonal durchgeführt werden.

Haushalt

Die Unterstützung im Haushalt im Rahmen einer 24 Stunden Pflege ist umfassend. Zu ihr gehören beispielsweise der Einkauf und die Zubereitung von Speisen. Auch Abwasch, Wäschewaschen und die Reinigung der Wohnung kann die Betreuungsperson übernehmen, so dass Pflegling und Besucher sich in der Wohnung jederzeit wohlfühlen.

 

Aktivierende Pflege

 

Um die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Pflegebedürftigen bestmöglich zu erhalten ist es wichtig, dass diese weiterhin beansprucht werden. Sofern es der Gesundheitszustand zulässt, können gemeinsame Spaziergänge oder Ausflüge dazu beitragen, den Bezug der Außenwelt zu behalten und den Geist zu erfrischen. Je nachdem, wie gut die Sprachkenntnisse der Betreuungskraft ausgeprägt sind, können der Austausch über Erlebtes oder Gesellschaftsspiele große Freude bereiten. Soweit möglich kann der Betreute auch bei einigen hauswirtschaftlichen Aktivitäten mitwirken. Das trägt dazu bei, eine gewisse Eigenständigkeit zu erhalten und trainiert auch Bewegungsapparat und Koordination.

Heimpflege oder Betreuung zu Hause?

Häufig ist die Meinung zu hören, Pflege zu Hause wäre nur etwas für besonders reiche Familien. Das ist keineswegs der Fall, denn Pflegekräfte müssen nicht unbedingt teuer sein. Während deutsche Pfleger für eine Betreuung rund um die Uhr oft stolze Summen berechnen, gibt es auch Alternativen. Pflegekräfte aus dem europäischen Raum, insbesondere aus Osteuropa, bieten ihre Dienste oft deutlich günstiger an. Auch ein Heimplatz muss nicht unbedingt weniger kosten. Steigende Gebühren für die Unterbringung und eine hohe Eigenbeteiligung führen dazu, dass die monatlichen Kosten für das Altenheim in die tausende von Euro gehen können. Ein Kostenvorteil kann der stationären Pflege also nicht in jedem Fall attestiert werden.

Doch gibt es vielleicht andere Aspekte, die für das Leben im Altenheim sprechen? Denkbar wäre, dass die Pflege dort strenger kontrolliert wird oder dass es leichter fällt, soziale Kontakte zu pflegen. Das stimmt allerdings nur bedingt. Zwar soll die staatliche Heimaufsicht jeden Pflegebetrieb einmal im Jahr kontrollieren. Dabei achtet die Behörde beispielsweise darauf, ob genügend Personal vorhanden ist und ob die Abläufe korrekt dokumentiert sind. Doch diese Landesbehörden sind häufig überlastet. Immer wieder verfehlen sie dieses Kontrollziel. In Kiel wurde etwa 2017 nur die Hälfte aller Pflegeheime einer Kontrolle unterzogen. Auch wird die tatsächliche Qualität der Pflege durch diese Kontrollen nur bedingt erfasst. Die Messung von Kennzahlen wie dem Personalschlüssel sagt nichts darüber aus, ob die Heimbewohner sich wohlfühlen und entsprechend ihrer Bedürfnisse bestmöglich gepflegt werden.

Auf die Heimbetreiber selbst ist nicht immer Verlass – schwarze Schafe der Branche versuchen, auf dem Rücken der Bewohner überzogene Gewinnerwartungen zu realisieren. Ihnen geht es nicht um die Menschen unter ihrer Obhut, sondern um den jährlichen Geschäftsbericht. Da wird bei Problemen auch einmal ein Auge zugedrückt, solange für das Unternehmen keine Konsequenzen zu befürchten sind.

Auch die Möglichkeiten zur Gestaltung des Soziallebens gestalten sich von Heim zu Heim ganz unterschiedlich. Gemeinschaftsveranstaltungen sind aufwendig und oft teuer. Die Bewohner müssen fertiggemacht und hingebracht werden, anschließend ist oft eine Beaufsichtigung notwendig. Da ist es für den Betreiber deutlich einfacher, wenn sie den Tag im Bett verbringen und nur auf Klingeln eine Schwester zu Gesicht bekommen. Das ist natürlich nicht überall der Fall, einige Pflegeheime leisten in diesem Bereich hervorragende Arbeit. Einfach abzuschätzen ist das leider nicht immer.

Doch das sind bei weitem noch nicht alle Probleme, die bei der Heimunterbringung auftreten können. Der Verlust der vertrauten Umgebung ist für Senioren meist ein schwerer Schlag. Mobiliar und persönliche Gegenstände, die sich im Laufe eines Lebens angesammelt haben, können in der Regel nicht mitgenommen werden. Nur ein kleiner Teil der Besitztümer findet seinen Weg in die neue Unterkunft, der Rest muss abgegeben oder entsorgt werden. Der Verlust so vieler liebgewonnener Dinge ist nicht einfach zu verkraften. Auch die Gefahr, eine ansteckende Krankheit zu erleiden ist im Heim deutlich höher, da hier zahlreiche Personen mit geschwächter Körperabwehr zusammenleben. Nur wenn strenge Hygienemaßnahmen eingehalten werden, kann dieses Risiko minimiert werden. Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, wenn Alternativen zum Wohnen im Pflegeheim erwägt werden. Eine Betreuung rund um die Uhr im eigenen Zuhause zu organisieren, mag zwar auf den ersten Blick schwieriger erscheinen. Ist eine zuverlässige Betreuungskraft aber erst einmal gefunden, bietet sie zahlreiche Vorteile.

Vorteile der Betreuung Zuhause

Einer der größten Vorteile dieses Betreuungsmodells ist wohl psychologischer Natur. Die eigene Wohnung ist mit zahlreichen Erinnerungen verbunden. Das Zusammenleben mit dem verstorbenen Ehepartner, die Kinder die hier großgezogen wurden – der Gedanke an bessere Zeiten gibt Menschen in den letzten Lebensjahren oft emotionalen Halt. Im Laufe der Jahre hat sich ein Gefühl von Geborgenheit in den eigenen vier Wänden entwickelt. Und in die Einrichtung der Wohnung wurde viel Arbeit und Liebe investiert. Nicht zuletzt vermittelt die Wohnung auch das Gefühl, ein normales Leben zu führen. All das kann bei einer Pflege zu Hause bewahrt werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Gestaltung der Pflegevorgänge. Diese lassen sich viel besser an individuelle Vorlieben und Bedürfnisse anpassen. Dazu gehören zum Beispiel die Zeiten, zu denen der Betreute morgens aufsteht oder Mahlzeiten zu sich nimmt. Auch der Speiseplan kann individuell gestaltet werden, anstatt von einer Kantine bestimmt zu werden. Das ist insbesondere für Menschen wichtig, die an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden.

Auch die Beziehung zwischen der Pflegekraft und dem betreuten Menschen hat eine andere Qualität. Wenn Pfleger im Schichtsystem arbeiten und mehrere Menschen auf einmal pflegen müssen, bleibt für den Aufbau einer persönlichen Bindung kaum Zeit. Anders ist das bei der 24 Stunden Pflege aus einer Hand. Die Pflegekraft lernt ihren Schützling mit der Zeit gut kennen, und kann deshalb auf ihn eingehen. Sie kann ihm Gesellschaft leisten und ein Gefühl von Kontinuität vermitteln. Jeden Tag ein vertrautes Gesicht zu sehen, gibt der betreuten Person im Alltag Halt.

Anforderungen an eine gute Pflegekraft

Betreuungskräfte aus dem Ausland haben in der Regel keine Berufsausbildung durchlaufen, die mit der Deutscher Pflegekräfte vergleichbar ist. Auf den ersten Blick könnte es so wirken, als ob sich das generell negativ auf die Qualität der Betreuung auswirkt. Dem muss aber nicht so sein, denn in den meisten Situationen des Betreuungsalltags ist kein Spezialwissen erforderlich. Wenn eine private 24 Stunden Pflege gesucht wird, kommt es daher in der Regel nicht so sehr auf umfangreiches Theoriewissen an. Ein großer Teil der anfallenden Arbeit findet etwa im Haushalt statt. Auch die Körperpflege einer pflegebedürftigen Person unterscheidet sich nicht wesentlich von der eines gesunden Menschen. Natürlich muss ein wenig mehr Rücksicht genommen werden, und auch auf Verletzungsrisiken ist zu achten. Trotzdem sind solche Aufgaben mit ein wenig gesundem Menschenverstand und Einfühlungsvermögen ohne Weiteres zu bewältigen. Nur wenige Tätigkeiten, wie beispielsweise die Gabe von Spritzen, erfordern zur Durchführung eine Fachkraft.

Während das Zusatzwissen, das die Pflegesituation erfordert, in der Regel schnell erlernt werden kann, ist die wichtigste Eigenschaft einer 24-Stunden-Pflegekraft ihre Persönlichkeit. Denn selbst die beste Ausbildung kann nicht garantieren, dass die Betreuungskraft sich liebevoll um ihren Schützling kümmert. Allzu oft ist in Pflegeheimen ein Dienst nach Vorschrift zu beobachten, bei dem die Erfüllung messbarer Kriterien wichtiger ist als das Wohlbefinden der betroffenen Personen. Durch eine warme und einfühlsame Art kann eine Pflegekraft so manche Wissenslücke mehr als wettmachen. Darüber hinaus sind Eigenschaften wie Fleiß, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit die Basis für ein erfolgreiches Arbeitsverhältnis.

Natürlich schadet auch ein wenig Vorerfahrung auf dem Gebiet nicht. Die meisten Betreuungskräfte haben schon bei anderen Familien Berufserfahrungen gesammelt. Auch viele Einsteiger haben schon bei der Pflege von Angehörigen Erfahrung gesammelt und sind daher bestens mit den Bedürfnissen älterer Menschen vertraut. Wer auf Vorerfahrung besonderen Wert legt, sollte dies beim Erstkontakt der Vermittlungsagentur mitteilen.

Auch über die Verständigung machen sich viele Familien vorab Gedanken. Pflegekräfte mit hervorragenden Deutschkenntnissen sind nicht immer leicht zu finden. Sie lassen sich diese Fähigkeiten in der Regel auch zusätzlich vergüten. Dabei kommt es im Alltag auf perfekte Sprachkenntnisse gar nicht an. Meist genügen einige grundlegende Wörter, um sich über die wichtigsten Dinge zu verständigen. Wo der Wille zur Kommunikation da ist, findet sich mit ein wenig Geduld immer ein weg. Notfalls helfen in der heutigen Zeit Übersetzungsprogramme bei der Verständigung. Die Sprachbarriere ist also in der Regel ein geringeres Hindernis als zunächst erwartet.

Schließlich gilt: Am besten funktioniert die Beziehung, wenn sich Pflegekraft, Angehörige und gepflegte Person respektvoll und auf Augenhöhe begegnen. Dazu gehört auch, dass die Auftraggeber Wertschätzung für das Engagement der Pflegekraft zeigen. In einer angenehmen Atmosphäre fühlen sich nicht nur alle Beteiligten deutlich wohler. Auch die Motivation wird gesteigert, so dass mit dem vollen Einsatz der Betreuungsperson im stressigen Alltag gerechnet werden kann.

Suche nach der Pflegekraft

Um die passende Pflegekraft zu finden, ist kein Trip nach Polen oder in die Slowakei notwendig. Am einfachsten ist es wohl, die Dienste einer Vermittlungsagentur in Anspruch zu nehmen. Bei der Auswahl des richtigen Anbieters helfen beispielsweise die 24 Stunden Pflege Erfahrungen von Bekannten oder aus Online-Quellen. Seriöse Vermittler holen von Interessenten umfangreiche Informationen zu den Lebensumständen des Betreuten und den individuellen Anforderungen ein. Auf diese Weise können Pflegekräfte gefunden werden, die den Erwartungen des Auftraggebers gerecht werden.

Auch ein umfangreiches Informationsangebot und Möglichkeiten zur schnellen Kontaktaufnahme sprechen für die Qualität des Unternehmens. Denn bei solch einer wichtigen Angelegenheit sollten Fragen möglichst vorab geklärt werden. Auch bei der Erstellung eines Vertrages sind die Vermittler in der Regel behilflich. Die Verwendung eines Mustervertrages kann dabei helfen, rechtliche Fallstricke zu umgehen. In der Regel machen die Vermittler auf eine Anfrage gleich mehrere Vorschläge zur Auswahl, so dass der oder die passende Kandidat/in ausgewählt werden kann.

Gute Agenturen sind auch auf Sonderwünsche vorbereitet, denn jede Pflegesituation hat ihre eigenen Besonderheiten. Häufig werden beispielsweise Pflegekräfte angefragt, die Türkisch sprechen und mit türkischen Gebräuchen vertraut sind. Denn Deutschland hat einen großen Anteil türkischstämmiger Bevölkerung, die auf ihre traditionelle Lebensweise großen Wert legt. Hat der Vermittler Kontakte in mehreren osteuropäischen Ländern sollte auch solch eine Anfrage kein Problem darstellen.

Auch einige formelle Kriterien sollte ein seriöser Anbieter erfüllen.  Vor allem sollte auch ein Blick auf die Rechtsform des Vermittlers geworfen werden. Angemeldete Unternehmen, wie zum Beispiel eine GmbH, sind gegenüber ausländischen Unternehmen oder Einzelunternehmern vorzuziehen. So wird sichergestellt, dass der Vermittler der deutschen Rechtsordnung unterliegt.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Wer eine ausländische Pflegekraft zur 24 Stunden Pflege beschäftigen möchte, der sollte sich vorab auf jeden Fall über die geltende Rechtslage informieren. Denn ein Verstoß gegen die Beschäftigungsvorschriften kann schnell teuer werden. Bei Beschäftigten aus EU-Ländern gibt es in der Regel drei Varianten, die den rechtlichen Anforderungen gerecht werden.

Entsendemodell

 

Das Entsendemodell ist eine Besonderheit des europäischen Rechts und gilt nur für EU-Staaten. Beim Entsendemodell ist die Betreuungskraft bei einem Unternehmen, dem sogenannten Entsendeunternehmen, in ihrem Heimatland angestellt. Der Betreuungsvertrag wird entweder mit einer deutschen Vermittlungsagentur oder direkt mit diesem Unternehmen abgeschlossen. Sozialabgaben und Versicherungen sind Zuständigkeit des Entsenders. Der Auftraggeber muss sich hierüber keine Gedanken machen, wenn ihm die sogenannte A1-Bescheinigung vorliegt. Im Rahmen des Entsendemodells greift der deutsche Mindestlohn, der ab Januar 2020 9,35 € pro Stunde beträgt.

 

Direktanstellung

 

Bei diesem Modell ist die Hilfskraft direkt beim Auftraggeber in Deutschland angestellt. Dementsprechend hoch sind die rechtlichen Anforderungen an ein solches Vertragsverhältnis. Es muss nicht nur der geltende Mindestlohn bezahlt werden. Auch weitere Pflichten fallen an, beispielsweise das Anrecht auf den gesetzlichen Mindesturlaub, Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall und die Zahlung von Sozialabgaben. Schließlich schreibt das deutsche Arbeitszeitengesetz umfangreiche Ruhe- und Erholungszeiten vor, so dass eine Betreuungskraft alleine die Betreuung rund um die Uhr gar nicht leisten darf. Die Beschäftigung mehrerer Arbeitnehmer gleichzeitig macht dieses Vertragsmodell zur teuersten Variante.

 

Beauftragung selbständiger Betreuungspersonen

 

Schließlich ist die Beauftragung selbständiger Gewerbetreibender aus dem Ausland möglich. Dabei sollte darauf geachtet werden, nicht in die Falle der Scheinselbständigkeit zu rutschen. Eine Voraussetzung hierfür ist beispielsweise, dass die selbständige Pflegekraft nicht nur einen einzigen Auftraggeber hat. Selbständige Betreuungspersonen sind in der Regel günstiger als angestellte Pfleger. Sie unterliegen beispielsweise nicht den Mindestlohngesetzen oder den Einschränkungen der erlaubten Arbeitszeit, die bei Angestellten gelten.

Kosten

Die Kosten einer 24 Stunden Pflege sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Zunächst spiel das Vertragsmodell eine entscheidende Rolle. Am günstigsten sind in der Regel selbständige Pflegekräfte. Deutlich teurer wird es, wenn die Pflegekraft nach dem Entsendemodell beschäftigt wird oder direkt beim Auftraggeber angestellt ist. Am kostenträchtigsten sind Pfleger, die bei einem Deutschen Unternehmen angestellt sind. Auch der Pflegegrad beeinflusst die 24 Stunden Pflege Kosten, wenn auch in geringerem Ausmaß. Die Spanne zwischen dem geringsten und dem höchsten Pflegegrad beträgt je nach Modell bis zu 400 € im Monat. Schließlich lassen sich die Betreuungspersonen auch ihre Sprachkenntnisse bezahlen. Wer auf besonders gute Deutschkenntnisse keinen Wert legt, kann dadurch oft einige hundert Euro einsparen.

Insgesamt bewegt sich die Preisspanne im vierstelligen Bereich. Selbständige Pflegerinnen können je nach Stundensatz durchaus weniger als 2000 € pro Monat kosten. Das obere Ende der Preisspanne dürfte bei 5000 € oder mehr liegen. Hinzu kommen noch freie Kost und Logis. Da das Vertragsmodell den größten Kostenfaktor ausmacht, bedeutet ein höherer Preis nicht unbedingt eine bessere Pflegeleistung. Denn ein großer Teil der Mehrkosten entsteht durch gesetzliche Vorgaben oder den Gewinnanteil des Entsendeunternehmens. Die Gehälter sind zwar für deutsche Verhältnisse relativ niedrig. Aufgrund des unterschiedlichen Preisniveaus haben sie in den osteuropäischen Ländern jedoch deutlich mehr Kaufkraft. Da während der Zeit in Deutschland kaum Lebenshaltungskosten für die ausländischen Pflegekräfte anfallen, können sie leicht große Summen ansparen oder ihre Familien zuhause unterstützen. So stellen die üblichen Entgelte eine angemessene Entlohnung dar und reichen aus, um die Pflegekraft zu guter Arbeit zu motivieren.

Gesellschaftliche Entwicklung als Hintergrund 

Die Gründe für die zunehmende Anzahl an Pflegebedürftigen Senioren sind vielfältig. Ein wichtiger Faktor ist die steigende Lebenserwartung der Deutschen, die unter anderem dem medizinischen Fortschritt zu verdanken ist. Die Therapiemöglichkeiten, die bei Herzproblemen, Diabetes oder Krebserkrankungen zur Verfügung stehen, entwickeln sich stetig weiter. Die Sterblichkeit durch diese Krankheiten geht zwar nicht unbedingt zurück, verschiebt sich aber nach hinten. Werden sie erstmals diagnostiziert, kommt das meist keinem Todesurteil mehr gleich. Vielmehr stehen den Patienten noch zahlreiche Lebensjahre bevor. Neben Medikamenten leisten auch Fortschritte bei der OP-Technik einen Beitrag zum besseren Behandlungserfolg. So ermöglichen heutzutage computergesteuerte Operationen  Eingriffe mit höchster Präzision, die bis vor kurzem noch nicht denkbar waren. Vor allem minimal-invasive Operationen stellen eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem alten Stand der Technik dar.

Aber nicht nur die Medizin alleine hilft den Menschen, länger zu leben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich auch die Ernährungslage und die allgemeine Hygiene soweit verbessert, dass zahlreiche Krankheiten von der Bildfläche verschwunden sind. Noch vor 100 Jahren war der Speiseplan vieler Menschen sehr eintönig. Gerade frische Lebensmittel waren wegen fehlender Methoden zur Kühlung oder Konservierung nur schwer zu transportieren. Die Auswahl der Nahrungsmittel war auch stark von der Saison abhängig. Immer wieder kam es daher zu Mangelerscheinungen, die auf einen unzureichende Zufuhr von Vitaminen oder Mineralien zurückzuführen war. Diese Mangelerscheinungen, zu denen oft auch eine Schwächung des Immunsystems gehörte, sind deutlich zurückgegangen. Die hygienische Situation ist in Industrieländern wie Deutschland geradezu hervorragend. Dazu tragen die flächendeckende Einführung der Kanalisation, eine effiziente Müllabfuhr und die Verfügbarkeit von sauberem Wasser bei. Die Gefahr durch ansteckende Infekte ist auf diese Weise zurückgegangen, was insbesondere alten und kranken Menschen zugute kommt.

Die Zahl alter Menschen steigt aber nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis zur jüngeren Bevölkerung an. Denn die Deutschen bekommen nur wenige Kinder. Neue Lebensentwürfe, berufstätige Frauen und eine steigende Anzahl von Single-Haushalten führen dazu, dass die Geburtenrate auf einem historischen Tiefstand ist. Das trägt dazu bei, die Lage auf dem Betreuungsmarkt zu verschärfen. In der Branche gibt es schlicht und einfach nicht genügend Nachwuchs, denn gebürtige Deutsche nehmen den Beruf als wenig attraktiv wahr. In Deutschland selbst antworten oft nicht genug Bewerber auf Stellenangebote 24 Stunden Pflege privat, so dass das Angebot an Hilfskräften aus dem Ausland eine wichtige Stütze für die Deutsche Gesellschaft darstellt. Tatsächlich ist es zu einem großen Teil dem Engagement ausländischer Pflegekräfte zu verdanken, dass sich genug Personal findet, um den enormen Bedarf abzudecken. Die Anforderungen an Pflegekräfte sind dabei hoch: Schließlich sind sie nicht nur für das körperliche Wohlbefinden ihrer Schützlinge verantwortlich, sondern sollen auch dafür sorgen, dass diese sich wohlfühlen.

Ursachen für die Notwendigkeit von Betreuung

Natürlich möchte niemand die letzten Jahre seines Lebens als Pflegefall verbringen. Für die meisten Menschen ist es enorm wichtig, so lange wie möglich selbständig zu bleiben und ihren Alltag ohne fremde Unterstützung zu bewältigen. Dabei geht es ihnen nicht nur um sich selbst, in der Regel möchten sie auch ihren Angehörigen auf keinen Fall zur Last fallen. Trotzdem kann es aus den unterschiedlichsten Gründen passieren, dass auch rüstige Senioren Hilfe benötigen. Das kann eine langsame Entwicklung sein, wenn die Kraft nach und nach abnimmt. Oft ist es zunächst der Einkauf, der zur Belastung wird. Das allein kann oft noch von Familie oder Bekannten abgedeckt werden. Mit der Zeit fallen aber auch das Putzen der Wohnung oder die Körperpflege immer schwerer.

Es kann aber auch alles ganz schnell gehen: Etwa, wenn nach einem Sturz die Bewegungsfähigkeit so stark eingeschränkt ist, dass viele Aktivitäten unmöglich werden. Auch die Abnahme der geistigen Fähigkeiten trägt dazu bei, dass Unterstützung benötigt wird. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn es schwieriger wird, den Überblick über alle Aktivitäten im Haushalt zu behalten. Oft wird beispielsweise vergessen, regelmäßig die Wäsche zu waschen. Dann türmen sich nicht nur Berge von Schmutzwäsche in der Abstellkammer, irgendwann ist auch keine saubere Kleidung zum Tragen mehr da. Auch die Ordnung in der Wohnung kann leiden. Die zunehmende Häufigkeit von Demenzerkrankungen führt dazu, dass sich diese Situation immer öfter einstellt.

Wird eine solche Tendenz festgestellt, ist es für die Angehörigen Zeit, der betroffenen Person einige Dinge abzunehmen. Das ist oft nicht einfach, denn für berufstätige Menschen stellt die Betreuung eine zusätzliche Belastung dar. Eine Betreuung rund um die Uhr ist für sie gar nicht machbar, selbst wenn sie es wünschen würden. Aber auch für Angehörige, die nicht durch den Beruf verhindert sind, ist es kaum zumutbar, die komplette Betreuung alleine abzudecken. Dafür müssten sie oft Jahre ihres Lebens opfern, in denen sie kaum Freiräume für sich selbst haben. Ein Urlaub ist für sie unter diesen Bedingungen eben sowenig denkbar wie ein selbstbestimmter Tagesablauf. Häufig wird daher eine private 24 Stunden Pflege gesucht, die alle notwendigen Pflegemaßnahmen übernimmt. Auf diese Weise können Angehörige die Zeit, die sie mit ihren Geliebten Menschen noch verbringen dürfen, genießen. Sie wird nicht durch unzählige Pflichten und Dauerstress in eine unangenehme Erfahrung verwandelt. Das allein ist zahlreichen Familien die Kosten für eine private Betreuung wert.

Die unterschiedlichen Pflegegrade

Nicht jeder pflegebedürftige Mensch braucht das gleiche Maß an Unterstützung. Während die einen im Alltag noch gut zurecht kommen und nur bei bestimmten Tätigkeiten Hilfe benötigen, können andere kaum noch eine Aktivität alleine durchführen. Um den tatsächlichen Bedarf einzuschätzen, gibt es in Deutschland die offizielle Einteilung in verschiedene Kategorien. Sie entscheidet unter anderem über den Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung. Vor 2017 waren das die sogenannten Pflegestufen, die von 0 bis 3 gingen. Nach einer Reform ist im Sozialgesetzbuch seit 2017 ein neues System vorgesehen, die sogenannten Pflegegrade. Je nach Pflegegrad unterscheiden sich auch die 24 Stunden Pflege Kosten, denn bei höheren Graden ist auch der Aufwand entsprechend größer. Folgende Pflegegrade sieht die deutsche Sozialgesetzgebung vor:

Pflegegrad 1

Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 2

Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 3

Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 4

Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit

Pflegegrad 5

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Ausschlaggebend für die Einteilung sind nicht nur die körperlichen, sondern auch die geistigen Fähigkeiten. Das ist neu, denn bei den Pflegestufen wurden vor allem die Folgen einer Demenzerkrankungen kaum berücksichtigt. Demenzkranke gehören deshalb zu den größten Nutznießern dieser Reform. Beurteilt werden die Fähigkeiten in sechs verschiedenen Kategorien, die unterschiedlich stark gewichtet werden.

 

  • Mobilität: Dazu gehören beispielsweise die Fortbewegung innerhalb der Wohnung, Treppensteigen, ungestütztes Sitzen oder das Aufstehen ohne fremde Hilfe.
  • Geistige und kommunikative Fähigkeiten: Dieser Bereich umfasst zum einen das Verstehen und Reden, insbesondere die Fähigkeit ein Gespräch mit einer anderen Person zu führen. Außerdem gehört das zeitliche und räumliche Orientierungsvermögen dazu, ebenso wie die korrekte Einschätzung von Sachverhalten und Gefahren.
  • Verhaltensweise und psychische Problemlagen: Zu diesem Gebiet gehören die verschiedenen Formen von Verhaltensauffälligkeiten, die bei älteren Menschen auftreten können. Diese reichen von Schlafstörungen oder Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen und Wahnvorstellungen. Auch unpassendes aggressives Verhalten, gegenüber sich selbst oder anderen Personen, wird hier berücksichtigt.
  • Selbstversorgung: Die Selbstversorgung wird bei der Einschätzung des Pflegegrads mit 40% am stärksten gewichtet. Sie umfasst im Wesentlichen die Bereiche Ernährung, Körperpflege und Ausscheiden. Erfasst wird, ob Nahrung selbständig zubereitet und gegessen werden kann. Zur Körperpflege gehören die Möglichkeit zu duschen, das Zähneputzen, Rasieren, Frisieren sowie An- und Auskleiden. Ausscheiden umfasst die Benutzung einer Toilette sowie den Umgang mit Problemen wie einer Harninkontinenz oder Stuhlinkontinenz.
  • Selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie deren Bewältigung: Hierzu gehört insbesondere die Fähigkeit, Medikamente selbst einzunehmen und mit Hilfsmitteln umzugehen. Dazu gehören Beispielsweise Prothesen, Rollatoren oder Blutzuckermessgeräte. Auch die Fähigkeit, einen Arzt oder eine therapeutische Einrichtung aufzusuchen fällt unter diese Kategorie.
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Ist die pflegebedürftige Person in der Lage, ihren Tagesablauf selbständig zu gestalten? Kann sie zukunftsorientiert ihr tägliches Leben planen? Ist sie in der Lage, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und sich mit anderen Menschen zu treffen?

Altersgerechtes Wohnen

Sowohl das Leben des Betreuten als auch das der betreuenden Hilfskräfte und Angehörigen werden durch eine altersgerecht umgebaute Wohnung erheblich erleichtert. Je nach Pflegegrad werden Umbaumaßnahmen zu diesem Zweck von der Pflegeversicherung mit bis zu 4.000 Euro pro Jahr bezuschusst. Auch von der Einkommenssteuer können solche Ausgaben als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden. Die baulichen Veränderungen tragen dazu bei, die Selbständigkeit der betroffenen Person zu unterstützen und möglichst lange zu erhalten. Auch der Arbeitsaufwand und somit die Kosten der 24 Stunden Pflege zu Hause können so reduziert werden. Besonders häufig sind Umbaumaßnahmen im Badezimmer sinnvoll. Dazu gehört beispielsweise eine barrierefreie Dusche, die stufenlos zu betreten ist. Das erleichtert nicht nur den Einstieg, wenn die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist. Es verringert auch deutlich das Verletzungsrisiko durch Stürze. Auch Haltegriffe im Badezimmer sind oft sinnvoll, besonders in der Dusche und im Toilettenbereich.

Treppen stellen für viele ältere Menschen ein erhebliches Hindernis dar. Das beginnt schon bei der Haustür, die oft nur über Stufen zu erreichen ist. Ein Hublift oder eine Rampe helfen, dieses erste Hindernis zu überwinden. Bei mehrgeschossigen Häusern lohnt sich oft die Installation eines Treppenliftes, der den Wechsel zwischen den Stockwerken ermöglicht. Grundsätzlich ist die Installation in über 90% aller Treppenhäuser möglich, die Kosten hängen von der Wahl des Modells und den baulichen Gegebenheiten ab. Es ist meist sinnvoll, vorab mehrere Kostenvoranschläge einzuholen. Um eine Bezuschussung durch die Krankenkasse in Anspruch zu nehmen, muss der Einbau vorab genehmigt werden.

Eine weitere Umbaumaßnahme, die das Leben von Personen mit eingeschränkter Mobilität erleichtern kann, ist der Rückbau von Schwellen, etwa zwischen Zimmern oder am Ausgang zum Balkon. Je nach Situation eignen sich hierfür schwellenlose Türen, Schwellenbrücken oder eine Türschwellenrampe. Auch andere Stolperfallen, wie beispielsweise Teppichkanten oder ähnliches sollten beseitigt werden. Schließlich sollte die Rutschfestigkeit des Bodens geprüft werden. Gegebenenfalls kann mit Anti-Rutsch-Folie oder mit rutschfesten Fließen bei der Sicherheit nachgebessert werden.

Diese und andere Maßnahmen tragen dazu bei, dass das Wohnen auch bei Pflegebedürftigkeit noch als angenehm empfunden wird. In welchem Umfang bauliche Veränderungen notwendig sind, hängt immer von der individuellen Situation ab.

Ein würdevoller Lebensabend zu Hause

Wer noch nie eine fremde Person im eigenen Haushalt beschäftigt hat, der könnte anfänglich Bedenken haben. Schließlich wird bei der 24 Stunden Pflege eine zunächst unbekannte Pflegekraft engagiert. Sie wird nicht nur im intimsten Umfeld des Betreuten arbeiten, sondern auch dort wohnen. Es kann zunächst schwierig sein, das nötige Vertrauen aufzubringen. Doch dieser Schritt lohnt sich. Die überwiegende Mehrheit der Erfahrungsberichte zeigt, dass die 24 Stunden Pflege zu Hause Familien die Möglichkeit gibt, Angehörige bis ins hohe Alter liebevoll und individuell zu versorgen.

Statt unpersönlicher Pflege am Fließband werden Pflegebedürftige durch gute Betreuungskräfte mit Respekt und persönlicher Wertschätzung behandelt. Immer wieder gibt es Fälle, in denen ältere Menschen schon mit dem Leben abgeschlossen haben, durch die richtige Betreuung zu Hause aber neuen Lebensmut gefasst haben. Sie blühen noch einmal auf, weil sie ihre Tage zu Hause und in Gesellschaft eines anderen Menschen genießen können. Anstatt sich immer weiter zurückzuziehen, finden sie wieder zu Kräften und erhalten sich noch lange Zeit eine gewisse Restselbständigkeit. Idealerweise entdecken sie Beschäftigungen, die das Bedürfnis nach neuen Erfahrungen und persönlicher Entwicklung erfüllen. Denn auch im Alter bestehen diese Bedürfnisse weiter.

Wo möglich, sollten Angehörige immer einen solchen Idealzustand anstreben. Denn auf diese Weise erleben sie die letzten Jahre eines geliebten Menschen als eine bereichernde und glückliche Zeit. Sind diese letzten Jahre hingegen von Gefühlen der Einsamkeit, Hilflosigkeit und Verzweiflung ob des körperlichen Verfalls geprägt, so leidet nicht nur die pflegebedürftige Person darunter. Auch die Familie plagt sich dann mit Sorgen und Schuldgefühlen – eine Dauerbelastung, die oft lange Jahre andauert.

Der Lohn für eine gelungene Pflege zu Hause ist also hoch. Sie ermöglicht zahlreichen Senioren, bis ins hohe Alter ein erfülltes und würdevolles Leben zu führen. Sie stellt den Gegenentwurf zur Pflege nach Plan und bürokratischen Vorgaben dar. Auf die unterschiedlichste Art und Weise lassen sich so individuelle Pflegekonzepte realisieren, die der betreuten Person als Mensch gerecht werden. Mehr kann sich für den Fall der Pflegebedürftigkeit niemand wünschen.