Polnische Pflegekräfte

Polnische Pflegekräfte

Pflegekräfte aus Polen werden in Deutschland am meisten im Bereich der häuslichen 24-Stunden-Seniorenbetreuung eingesetzt.

Haben Sie nach einem ausländischen Betreuer gesucht, dann sind Sie auf wahrscheinlich auf Angebote für polnische Betreuungskräfte gestoßen. Der Hauptgrund dafür ist, dass Polen ein großes, an Deutschland angrenzendes Land ist.

Mit seiner Einwohnerzahl von fast 38 Millionen sind die verfügbaren Humanressourcen viel größer als in den kleineren Ländern. So zum Beispiel verfügt Kroatien mit seiner Einwohnerzahl von 4 Millionen über viel geringere Arbeitskräfte als Polen.

Polnische Arbeitskräfte genießen in Deutschland einen sehr guten Ruf. Sie erfüllen ihre Aufgaben gut und gewissenhaft. Sie wählen jedoch sorgfältiger die Fälle aus, die sie übernehmen würden. Sie vermeiden die schwersten Fälle im Bereich Krankenpflege und Palliativversorgung. Sie übernehmen lieber Fälle, die vorwiegend mit Haushaltshilfe sowie mit Unterstützung bei sozialen Kontakten verbunden sind. Sie vermeiden die Betreuung von mehr als einem Erwachsenen in einem Haushalt.

In Polen ist Katholizismus weit verbreitet. Im Allgemeinen ist ein großer Teil der polnischen Pflegekräfte nicht bereit, die Betreuung zu Zeiten des Jahres zu übernehmen, in welchen große katholische Feiern stattfinden. Für einen großen Teil von ihnen ist es wichtig, nach Hause zu ihren Familien zurückzufahren. Somit kann es oft vorkommen, dass zu Zeiten der Feiertage wie Weihnachten oder Ostern viele polnische Seniorenbetreuer nicht arbeitsbereit sind oder ihre Arbeit in einem bestimmten Fall delegiert werden muss. Die Nähe von Polen zu Deutschland ist eine weitere Voraussetzung dafür, dass sie die Betreuung anlässlich der Feiern unterbrechen möchten. Dies ist zum Beispiel für weiter entferne osteuropäische Länder wie Rumänien und Bulgarien nicht typisch.

Man kann sagen, dass polnische Küche mit der deutschen Küche verwandt ist. Somit können sich polnische Betreuer an die kulinarischen Wünsche der Senioren in Deutschland leicht anpassen.

 

Pflegedienst

Im Gegensatz zu den meisten osteuropäischen Ländern gilt generell in der polnischen Kultur der größere Spirituosenkonsum, wie zum Beispiel Wodka, als normal. Dies betrifft auch die Frauen. Es bedeutet keinesfalls, dass es bei polnischen Pflegekräften um einen massenhaften Alkohol-Missbrauch geht. Laut der Statistik kann es bei nur 5 Prozent der polnischen Betreuer vorkommen, dass sie für eine kurze Zeit wegen einem Unwohlsein aus diesem Grund ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Trotzdem müssen wir jedoch darauf hinweisen, dass bei Pflegern aus anderen osteuropäischen Ländern dieser Prozentsatz niedriger ist.

Polen ist einer der osteuropäischen Staaten, in welchem eine deutsche Minderheit offiziell vorhanden ist. Nach der Volkszählung im Jahre 2011 beträgt diese 148 000 Menschen, davon haben 64 000 Menschen gleichzeitig deutsche und polnische Zugehörigkeit, und 45 000 Menschen haben sich selbst als ausschließlich Deutsch definiert. Bei der Volkszählung im Jahre 2002 gab er 152 900 Menschen, die eine deutsche Herkunft angaben. Im Jahre 2013 betrug die deutsche Gemeinschaft in Polen ca. 350 000 Menschen. Wegen Komplikationen aufgrund der multiethnischen Identität und der vorhergehenden Verschleierung während des Kommunismus geben dies viele Menschen deutscher Herkunft nicht bekannt, und einige sind der Meinung, dass Polen deutscher Herkunft heutzutage 400 000 bis 500 000 ausmachen.

Deutsch wird in bestimmten Gebieten der Woiwodschaft Opole verwendet, wo die meisten Menschen dieser Minderhaft leben, sowie in Schlesien. Es gibt jedoch keine Orte im ehemaligen Oberschlesien überhaupt allgemein in Polen, wo Deutsch als eine Sprache des täglichen Umgangs gilt.

Im Schuljahr 2014/15 gibt es in Polen 387 Grundschulen mit über 37 000 Schülern, wo Deutsch als eine Minderheitensprache unterrichtet wird. Die meisten Mitglieder der deutschen Minderheit gehören zur römisch-katholischen Kirche und einige zur lutheranischen Kirche.

Dies bedeutet, dass es durchaus möglich ist, dass sie einen polnischen Betreuer beschäftigen können, welcher fließend Deutsch spricht.

Die polnische Wirtschaft entwickelt sich in den letzten Jahren stetig. Sie ist die achtgrößte innerhalt der Europäischen Union (EU) und die größte unter den anderen EU-Mitgliedstaaten, die zum früheren Ostblock gehörten.

Im Jahre 2018 ist Polen wirtschaftlich das erste Land des früheren Ostblocks geworden, dessen Wirtschaft nach dem FTSE als entwickelt anerkannt worden ist. Die Arbeitslosenrate ist niedrig, wobei diese im Jahre 2018 nur ca. 3,5% beträgt. Der durchschnittliche Bruttoverdienst pro Monat erreicht den für ein osteuropäisches Land eindrucksvollen Betrag von 1150 EUR.

Noch vor wenigen Jahren sah die Situation anders aus. Viele Polen wollten bessere finanzielle Aussichten haben, wobei sie Seniorenbetreuung in Deutschland verrichtet haben.

Jedoch wegen des gestiegenen Einkommens in Polen in der letzten Zeit zeigt sich momentan der Trend, dass immer weniger polnische Bürger eine 24-Stunden-Seniorenbetreuung in Deutschland, in der Schweiz oder in Österreich verrichten würden.

Es wird erwartet, dass sich dieser Trend verstärkt. Somit ist es wichtig, dass den Betreuungskräften und den Krankenpflegern aus anderen osteuropäischen Ländern ein verstärktes Augenmerk beigemessen wird.

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Nähere Informationen über die Kosten der 24-Stunden-Betreuung

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