Deutsche Pflegekräfte

In Deutschland gibt es verschiedene Arten der Pflege. Eine davon ist der ambulante Pflegedienst und weitere Art ist die 24-Stunden-Pflege. In der 24-Stunden-Pflege wohnt die Pflegekraft in dem Zuhause der pflegebedürftigen Person und wechselt sich meist in 14-tägigem-Rhythmus mit einer anderen Pflegekraft ab. Die Pflegekraft ist sozusagen rund um die Uhr erreichbar. Im Gegensatz zu 24-Stunden-Pflegekräften übernehmen deutsche Pflegekräfte nicht nur grundpflegerische Tätigkeiten, sondern durch ihre Ausbildung als staatlich anerkannte Pflegerin (Krankenschwester, bzw. Altenpflegerin), können sie ebenso die medizinische Behandlungspflege durchführen.

24-Stunden-Pflege deutsche Pflegekräfte Kosten

Es gibt verschiedene Arten, eine deutsche Pflegekraft einzustellen. Eine davon ist, dass Sie selbst zum Arbeitgeber werden, dies ist jedoch aufwendiger, als wenn Sie eine 24-Stunden-Pflegekraft über eine Agentur einstellen, da Sie als Arbeitgeber auch Pflichten der Pflegekraft gegenüber haben.

Sie können dazu Kontakt zu der Agentur für Arbeit in Ihrem Ort aufnehmen. Machen Sie Angaben, für welche Art von Pflegekraft sie suchen. Ebenso ist es natürlich möglich, auch eine ausländische Kraft einzustellen, die meist aus Osteuropa einreisen. Deutsche Arbeitsämter arbeiten mit vielen osteuropäischen Arbeitsämtern zusammen.

Danach werden Ihnen die Bewerbungen zugeschickt, die selbst begutachten können. Sie können die Pflegekräfte zu einem Vorstellungsgespräch einladen und können selbst entscheiden, welche Person für Sie in Betracht kommt. Dafür müssen Sie keine Kosten aufwenden.

Wenn Sie eine Pflegekraft selbst einstellen, müssen Sie einen Arbeitsvertrag aufsetzen. Es gibt viele Internetseiten, die solche Verträge zum Download anbieten. Am besten ist es jedoch, sich dabei von einem Anwalt beraten zu lassen, da dieser verschiedene Regelungen beinhalten muss, damit diese auch dem deutschen Arbeitsrecht entsprechen, wie z. B. Arbeitszeit, Urlaub, Lohnfortzahlung, etc.

Sie müssen die Pflegekraft bei der Sozialversicherung anmelden und Beiträge für sie abführen. Dazu benötigen Sie außerdem eine Betriebsnummer. Ebenso muss Lohnsteuer und eine Krankenversicherung für Ihren Arbeitnehmer bezahlt werden. Das bedeutet, Sie müssen sich um alle Belange der Sozialversicherung des Arbeitnehmers kümmern und die Pflegekraft zu den oben genannten.
Auf jeden Fall müssen Sie auch beachten, wie die Vertretung Ihrer Pflegekraft aussehen soll, im Falle von Urlaub oder Krankheit.

Was kostet eine deutsche 24-Stunden-Pflegekraft – Mindestlohn bei Anstellung

Da der Begriff 24-Stunden-Pflegekraft nicht bedeutet, dass eine Person 24 Stunden lang arbeitet, ist natürlich das Arbeitsschutzgesetz und ein allgemeiner Mindestlohn zu beachten. Je nach Schwere der Pflegetätigkeit erhöht sich auch der Lohn der Angestellten. Wenn eine „24-Stunden-Pflegekraft“ nur dafür gebraucht wird, im Haushalt zu helfen oder für sonstige allgemeinen Tätigkeiten und keine Behandlungspflege ausführt (ohne Examen), ist der Mindestlohn seit der Mindestlohn seit dem 1.Juli 2020 für Pflegehilfskräfte erhöht werden und einheitlich bei 12,50 Euro festgelegt werden, dies gilt sowohl in Ost-Deutschland, wie in West-Deutschland und bis Ende 2021 zur Geltung kommen.

Doch nicht nur den Mindestlohn müssen Sie beachten, sondern auch, dass die Arbeitszeit 38,5 Stunden in der Woche nicht übersteigen darf.

Zum 1. Juli 2021 soll für Pflegefachkräfte ein einheitlicher Mindestlohn in Höhe von 15,00 Euro pro Stunde eingeführt werden. Ab 1. April 2022 soll der Mindestlohn für Pflegefachkräfte auf 15,40 Euro pro Stunde steigen.

Nahere Informationen finden Sie hier: https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/hoeherer-mindestlohn-in-altenpflege.html

Kosten 24-Stunden-Pflegekraft aus Deutschland für zu Hause – Selbstständigkeit

Ein weiteres Beschäftigungsmodell ist das Modell der Selbstständigkeit, d. h. die 24-Stunden-Pflegekraft muss ein Gewerbe anmelden und kann so selbst entscheiden, wie hoch ihr Stundenlohn ist. Die Pflegekraft kann damit eine Rechnung ausstellen, die von dem Pflegebedürftigen oder den Angehörigen beglichen wird. Sie sind nicht an den Mindestlohn gebunden.

Jedoch darf die Pflegekraft nicht nur bei einem Arbeitgeber beschäftigt sein, da sonst eine Scheinselbstständigkeit vorliegt. Meist arbeiten solche Pflegekräfte in der Verhinderungspflege, da es kaum möglich ist, in der 24-Stunden-Pflege mehrere Arbeitgeber zu haben.

Pflegedienst

Unterschiede der Kosten einer deutschen 24-Stunden-Pflegekraft und einer Pflegekraft aus Polen / Osteuropa

Falls Sie sich für eine Vermittlungsagentur entscheiden, die eine 24-Stunden-Pflegekraft vermittelt, fungieren Sie nicht als Arbeitgeber. Die Sozialversicherung trägt die Dienstleistungsfirma, die Ihnen die Pflegekraft zur Verfügung stellt.

Wenn Sie sich für eine deutsche Pflegekraft entscheiden, sind die Kosten allerdings wesentlich höher. Der Grund dafür ist die Ausbildung zur Altenpflegerin oder Krankenpflegerin, die ein Examen erfordert. Dadurch sind sie befähigt, die Behandlungspflege durchzuführen, was 24-Stunden-Pflegekräfte aus Osteuropa meist nicht erlaubt ist. Falls neben der Grundversorgung und Grundpflege eine Behandlungspflege notwendig ist, übernimmt dies der ambulante Pflegedienst, der ebenfalls zu der pflegebedürftigen Person nach Hause kommt und die notwendigen medizinischen Tätigkeiten verrichtet.

So lässt sich daraus schließen, dass die 24-Stunden-Pflege davon abhängt, welche Art von Beschäftigungsmodell gewährt wird. Es ist auch davon abhängig, ob es sich um eine deutsche oder eine Pflegekraft aus Osteuropa handelt. Letztere sind in der Regel deutlich günstiger, je nachdem, inwieweit Deutschkenntnisse und Fähigkeiten vorhanden sind.

Im Durchschnitt liegen die Kosten zwischen 2000 und 5500 Euro.

Der Betrag, der letztendlich zu zahlen ist, hängt davon ab, wie hoch das Pflegegeld ist, das der Betroffene erhält, ob Leistungen aus der Verhinderungspflege gewährt werden und ob ein Steuervorteil in Betracht kommt.

Deutsche 24-Stunden-Pflege – Kostenübernahme

Eine 24-Stunden-Pflege kann von der Steuer abgesetzt werden. Als haushaltsnahe Dienstleistung haben Sie die Möglichkeit, maximal bis zu 4000 Euro erstattet zu bekommen. Dies gilt ebenso für pflegerische Leistungen.

Wenn die zu pflegende Person einen Pflegegrad hat, lässt sich eine 24-Stunden-Pflegekraft auch durch das Pflegegeld mitfinanzieren. Die Pflegegrade sind in 5 Grade eingeteilt, die sich je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit erhöhen.

So steht jedem Pflegebedürftigen mit einem Pflegegrad der sogenannte „Entlastungbeitrag“ zu in Höhe von 125 Euro.

Liste des Pflegegeldes nach Pflegegrad:

Pflegegrad 2316 €
Pflegegrad 3545 €
Pflegegrad 4728 €
Pflegegrad 5901 €

 

Fazit:

Da die Kosten für deutsche 24-Stunden-Pflegekräfte sehr hoch sind, entscheiden sich viele pflegebedürftige Menschen für eine Pflegekraft aus Polen / Osteuropa.

Jedoch ist dabei zu beachten, dass es sich dabei nicht um eine examinierte Kraft handelt. Sie dürfen keine Medikamente verabreichen, Spritzen geben, Wunden versorgen etc. So wird für diese Tätigkeit noch zusätzlich der ambulante Pflegedienst herangezogen.

Pflegedienst

 

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