Es droht eine Parkinson-Epidemie weltweit

Am Anfang des 19. Jahrhunderts verfasst Dr. James Parkinson eine wissenschaftliche Beschreibung und Erforschung der Erkrankung. In den nächsten 40 Jahren wurden auf dem Gebiet von England und Wales nur 22 Todesfälle ermittelt, die mit der Parkinson-Erkrankung verbunden waren, und das ist relativ wenig vor dem Hintergrund der 15 Millionen Menschen umfassenden Bevölkerung dieser Gebiete.

Im Jahre 2014 beträgt diese Zahl schon 10 000 bei einer nur 4-mal größeren Bevölkerung.

Neurosdegenerative Erkrankungen gehören zu den wichtigsten Gründen für die Berufsunfähigkeit in der modernen Welt.  Darunter weist in den letzten Jahrzehnten die Parkinson-Erkrankung die größte Verbreitung auf. Diese zurzeit unheilbare Krankheit wird durch das Absterben von dopaminproduzierenden Neuronen verursacht. Infolge dessen weisen darunter leidende Menschen Tremor, Muskelsteifheit, Störung der Halte- und Stellreflexe auf.

Für den Zeitraum 1990-2015 betragen die Parkinson-Kranken weltweit 6 Millionen.

Daran sind momentan weltweit über 7 Millionen Menschen erkrankt.

Laut einer jüngst veröffentlichten Untersuchung der University of Michigan in den USA werden Todesfälle in den nächsten 20 Jahren sich verdoppeln (oder sogar mehr).

Neurologische Störungen sind die verbreitetsten Erkrankungen weltweit und sind vorwiegend vor allem auf die Änderungen des Lebens unserer Spezies in den letzten 150 Jahren zurückzuführen. Die Industrialisierung und die Verlängerung der Lebenserwartung der Menschen werden nach Auffassung der Wissenschaftler den erhöhten Zahlen zugrunde gelegt.

Weitere Faktoren, die das Risiko vor neurodegenerativen Erkrankungen erhöhen, sind Pestizide, Lösungsmittel und Schwermetalle, die in die Umwelt gelangen.

Es ist jedoch interessant, dass das reduzierte Rauchen weltweit zur Verbreitung der Parkinson-Krankheit beiträgt. Forschungen und Statistik zeigen, dass Raucher um ca. 40% seltener als Nichtraucher an Parkinson erkranken, obwohl ein fundierter ursächlicher Zusammenhang nicht ermittelt worden ist.

Eine weitere Tatsache ist, dass der Fortschritt in der Behandlung und Bekämpfung der Krankheit unwesentlich ist.

Die zurzeit eingesetzten Therapien und Medikamente zur Beeinflussung der Krankheit wurden vor mehr als 50 Jahren entdeckt und sind keine wirksame Lösung mehr.

Experten sind der Meinung, dass die Pandemie verhindert werden kann, jedoch werden dazu wesentliche Anstrengungen in Bezug auf die Entwicklung von Therapien, Prophylaxe und Krankenbetreuung erforderlich sein.

Mehr über die Betreuung von Parkinson-Kranken steht in unserem Artikel über Seniorenbetreuer von Parkinson-Kranken.

 

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