Die Pflege für Patienten mit einem Katheter

Die Pflege für Patienten mit einem Katheter

Wenn Katheter ein unerlässlicher Teil der Behandlung wird.

Es gibt Situationen, in welchen die Kranken für eine lange Zeit im Bett festgehalten werden können

Was ist ein Katheter?

Katheter sind flexible, hohle Röhrchen verschiedener Durchmesser, die an verschiedene Stellen am menschlichen Körper eingeführt werden, um eine Diagnose zu stellen oder erforderliche medizinische Prozeduren durzuführen. Als Erfinder des ersten Katheters gilt der amerikanische Wissenschaftler und Politiker Benjamin Franklin.

Einen Katheter einführen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Katheter in den Körper einzuführen:

  • Er wird in das Gefäßsystem eingebracht, es geht um die so genannte Katheterisierung.
  • Er wird in eine natürliche Körperöffnung eingeführt, wie zum Beispiel in den Ureter.
  • Er wird in einen Gewebeschnitt eingeführt – in den Brustkorb, in die Bauchhöhle oder die Harnblase.
  • Er wird wegen eines chirurgischen Eingriffs in den Körper eingeführt.

Liegend Kranke, bei welchen eine 24-Stunden Betreuung erforderlich ist, brauchen oft auch Katheterisierung. Der Prozess stellt an sich die Einführung eines dünnen elastischen Silikonröhrchens – den Ureterkatheter – in den Ureter, bis es zur Harnblase reicht, dar. Es wird damit die problemlose Harnableitung bezweckt, wenn dies in einer natürlichen Weise nicht erfolgen kann. An der vorderen Katheterspitze, die in die Harnbalse einzuführen ist, befindet sich ein kleiner aufblasbarer Ballon, der das Herausfallen des Katheters selbst verhindert. Die Manipulation kann manchmal leichte Schmerzen verursachen.

In meisten Fällen wird Katheter gut von Patienten ertragen

Mehrere Erkrankungen und klinische Zustände erfordern die Katheterisierung. Die meisten davon sind:

  • Prostatavergrößerung.
  • Akuter oder chronischer Harnstau.
  • Wenn Patienten immobilisiert sind.
  • In der präoperativen Phase.

Der Ureterkatheter bereitet den Patienten normalerweise keine Probleme und dieser wird relativ gut ertragen. Nur gelegentlich kann im Urin Blut auftreten, Schmerzen entstehen oder ein häufiger Harndrang beobachtet werden. Eine regelmäßige Hygiene und Reinigung werden empfohlen. Im Falle einer dauerhaften Anwendung ist der Katheter in bestimmten vom Urologen festgelegten Intervallen zu wechseln. Andernfalls kann dieser durch anhaftende Kristalle und Bakterien verstopft werden.  Ein ausgebildeter Krankenpfleger muss den Katheterwechsel vornehmen.

Sind Komplikationen infolge der Katheterisierung möglich?

Auch wenn selten, können im Allgemeinen folgende Komplikationen infolge der Katheterisierung auftreten:

  • Harnwegsinfektion, vorwiegend bei Männern.
  • Starke Blasenblutung, wenn der Katheter durch Blutgerinnsel verstopft wird.
  • Gelegentliches Zurückziehen des Katheters, wenn der aufblasbare Ballon platzt.
  • Chronische Harnleiterentzündung, falls ein Katheter dauerhaft benutzt wird.
  • Harnleiter-, Harnblase- und Nierenentzündung. Bei etwa 50% der Patienten wird eine bakterielle Infektion ausgelöst, und dabei klagen sie über Brennen, Kopfschmerzen, Schmerzen, Fieber.
  • Blutinfektionen, einschließlich Sepsis.
  • Polymikrobielle Infektionen.
  • Blutung.
  • Allergien.
  • Paraphimose.
  • Traumata der Weichgewebe und Weichorgane. Perforation des Harnleiters, Blasenruptur, ischämische Nekrose.

Um das Komplikationsrisiko zu minimieren, empfehlen Fachärzte, ausreichend Flüssigkeiten zu sich zu nehmen sowie regelmäßig hygienische Maßnahmen bezüglich des Eingangs zum Harnleiter zu ergreifen.

Katheter sind ausschließlich bei eindeutigen medizinischen Indikationen einzuführen und diese sind unverzüglich zu entfernen, wenn sie nicht mehr nötig sind.

 

Harnweginfektionen können gefährlich und schmerzhaft sein

Harnweginfektionen kommen am häufigsten vor und sind auf die medizinische Betreuung zurückzuführen – und zwar zu ganzen 40%. Die meisten davon sind direkt mit eingeführten Kathetern verbunden. Ein Grund für die Harnweginfektion ist das Vorhandensein von Bakterien im Urin und wird Bakteriurie genannt. Je länger die Katheterisierung dauert, desto mehr wird das Risiko vor Harnweginfektionen erhöht. Es erhöht sich um etwa 5% täglich in der ersten Woche, und vier Wochen später beträgt es fast 100%. Bei etwa 4% der Patienten führt Bakteriurie zu Zystitis, Pyelonephritis oder Sepsis.

Zu Hause wird Katheterisierung durch Mediziner vorgenommen

Zu Hause erfolgt die Einführung und das Zurückziehen durch dazu ausgebildete Mediziner. Dadurch wird gewährleistet, dass Patienten richtig betreut werden, die Manipulationen schmerzlos werden und nicht zu gefährlichen Infektionen führen werden.

Es bestehen einige grundlegende Vorschriften, die bei der Kathetereinführung einzuhalten sind. Erstens muss man steriles oder gründlich desinfiziertes Zubehör verwenden. Die Harnleiteröffnung ist regelmäßig mit Wasser und Seife zu spülen. Der Beutel des Drainagesystems muss sich unbedingt unter der Harnblasen-Ebene befinden, damit der problemlose Abfluss gewährleistet wird. Der Drainagebeutel selbst ist rechtzeitg zu leeren und dies muss sehr aufmerksam unter verbindlicher Berücksichtigung der Hygiene erfolgen. Wenn sich die Kranken bewegen, wird das Drainagerohr vorübergehend abgeklemmt, damit der Urinrückfluss verhindert wird.

Bitte die Vorschriften für die Betreuung von liegend Kranken mit eingeführtem Katheter berücksichtigen

Viele Gründe können kranke Menschen im Bett für eine lange Zeit festhalten und somit haben sie nicht die Gelegenheit normal auf die Toilette zu gehen.  Es geht oft um postoperative Zustände, verschiedene Frakturen, Schlaganfälle, schwere Herz- und Lungenerkrankungen, letzte Phasen von onkologischen Erkrankungen oder um die Palliativbetreuung bei Senioren. In jedem dieser Fälle ist die Hilfe von ausgebildeten Krankenpflegern sehr wichtig. Sie wissen Bescheid, wie Patienten unter stationären Bedingungen zu betreuen sind. Bei den meisten liegenden Kranken wird ein Katheter eingeführt. Und dies erfordert strikte Intimhygiene, um eventueller Harnweginfektionen vorzubeugen. Eine andere beständige Pflicht der Krankenpfleger ist, spezielle Salben, Puder und Pflaster zur Versorgung von Dekubitalgeschwüren einzusetzen.

Die 24-Stunden-Seniorenbetreuung der Patienten umfasst eine Reihe von Maßnahmen und Regeln zur Vorbeugung von Infektionen. Ihre Kenntnis und strikte Berücksichtigung   gewährleistet die beste Betreuung von Pflegebedürftigen. Also zögern Sie nicht und stellen Sie ihren Angehörigen die beste Betreuung bereit! Kontaktieren Sie uns, erzählen Sie uns über Ihre Probleme und Sie erhalten eine angemessene Lösung und berufliche Hilfe durch unsere Experten.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.