Das Essen bei Demenzkranken Patienten

Das Essen bei Demenzkranken
Das Essen bei Demenzkranken

Die Sache mit dem Appetit bei Senioren

Auch für Demenzkranke gilt, möglichst vollwertig zu essen:
Doch verlieren manche an Gewicht. Dann ist das oberste Ziel,
dass sie überhaupt etwas zu sich nehmen.

Nach einem geringeren Hungergefühl kann sich auch der Geschmacksinn verändern. Während einige Demenzkranke Essen ablehnen, verspüren andere hingegen ständig Appetit. Oft werden saure Speisen abgelehnt und Süßes wird bevorzugt. Neben dem Ausprobieren verschiedener Gerichte sollte man auch die individuelle Essbiografie berücksichtigen. Nur was schmeckt oder positive Erinnerungen an Kindertage weckt, wird auch gern gegessen. Fragen Sie am besten im Verwandten- und Freundeskreis nach geschmacklichen Vorlieben. Gut ist auch, wenn Sie den Erkrankten entsprechend seinen Möglichkeiten an der Zubereiteung der Mahlzeit beteiligen und ihn zwischendurch probieren lassen. Setzen Sie beim Essen auch farbliche Kontraste. Da im Alter neben einer veränderten Geruchs- und Geschmackswahrnehmung auch die Sehkraft nachlässt, können bunte Gläser und Teller oder farblich abwechslungsreich angerichtete Speisen den Appetit steigern.

Häppchenweise zum Ziel

Wenn das Essen mit Messer und Gabel schwerfällt, sind mundgerechte Häppchen, die Erkrankte aus der Hand essen können, eine gute Alternative. Sie wecken Appetit und ermöglichen es, selbstständig zu bleiben. Fingerfood enthält aber meist wenig Flüssigkeit. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Kranke genug trinkt. Das Durstgefühl nimmt bei alten Menschen ab. Flüssigkeit kann durch saftiges Obst, Kompott oder Speiseeis angeboten werden. Suppen oder dickflüssige Speisen schmecken auch aus einer Tasse.

Wenn verwirrte Menschen rastlos in der Wohnung umherwandern, macht es Sinn, kleine Teller mit Häppchen aufzustellen: So kann sich der Pflegebedürftige im Vorbeigehen bedienen.

Schluckbeschwerden bei Demenzkranke Senioren

Brauchen sie SeniorenbetreuungVor allem im späteren Stadium kann der Schluckreflex gestört sein, sodass auch dies ein Hindernis beim Trinken ist. Verschluckt sicher der Kranke häufig, sind die Getränke zu dünnflüssig. Hier kann das Pürieren von Speisen helfen oder das Andicken mit einem Zusatz, den es in der Apotheke gibt. Sollten sich die Schluckbeschwerden verschlimmern, wenden Sie sich an den behandelnden Arzt.

Zum Wohl

1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag sollten getrunken werden. Doch die Aufforderung “Du musst trinken” hilft meist nicht. Geselligkeit dagegen ist ein gutes Mittel, zum Trinken zu animieren. Setzen Sie sich zu dem Erkrankte und stoßen Sie mit einem deutlichen „Zum Wohl“ an. Die meisten trinken freiwillig mit. Gut ist zudem, in der Wohnung Wasserflaschen mit einem Glas zu verteilen. Auch farbige Gläser mit Getränken fallen besser auf.

Essrituale für Senioren einhalten

Wie wird beim Essen geholfen?:

  • Immer am gleichen Ort und zur gleichen Zeit essen.
  • Eine ruhige und angenehme Atmosphäre schaffen.
  • Gemeinsam essen, dann kann der Erkrankte Sie nachahmen.
  • Großes und schweres Besteck ist besser zu greifen.
  • Die Speisen vorher mundgerecht scheiden.
  • Kleine Portionen, appetitlich arrangiert, animieren zum Essen.
  • Kontrastreich anrichten: Das Essen sollte sich farblich vom Teller abheben.
  • Sich nicht um Manieren kümmern. Mit Fingern essen ist in Ordnung.
  • Dem Angehörigen so viel Zeit zum Essen lassen, wie er braucht. Aber immer ans Weiteressen erinnern.
  • Eine zu große Auswahl verwirrt.

Betreuung für Senioren

Was sollen Demenzkranke Patienten essen ?

  • Mahlzeiten anbieten, die der Betroffene gerne mag.
  • Nahrung mit vielen Ballaststoffen, Gemüse und Obst reichen.
  • Angenehmer Essenduft macht Appetit.
  • Die Empfindung für heiß und kalt ist herabgesetzt: Darauf achten, dass das Essen die richtige Temperatur hat.
  • Bei allein lebende Kranken rechtzeitig verdorbene Lebensmittel entfernen.
  • Der Appetit steigt, wenn Erkrankte in die Zubereitung der Mahlzeiten einbezogen werden – ermutigen Sie zum Beispiel, den Salat zu waschen oder Kartoffeln zu schälen.
  • Zum Schutz der Kleidung eignen sich große Servietten mit einem Serviettenketchen, Lätzchen werden oft als entwürdigend empfunden.

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